Auch 2004 war ein gutes Jahr

Bürgermeister Heinz Paus zog Bilanz beim Neujahrsempfang

"Auch 2004 war ein gutes Jahr". Diese Bilanz zog Bürgermeister Heinz Paus beim Neujahrsempfang am Neujahrstag im Rathaus. Vor mehr als 160 Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Vereinen und Verbänden hob Paus die guten Zukunftsperspektiven Paderborns hervor, die die renommierten Forschungsinstitute, das Berlin-Institut und das Prognos-Instutut, bestätigt haben. Mit einem ehrenden Gedenken und einem stillen Gebet hatten zu Beginn des Empfang die Teilnehmer der Opfer der Flutkatastrophe in Südostasien gedacht. Im Anschluss an den offiziellen Teil sammelten Helfer des Deutschen Roten Kreuzes Spenden. Paus betonte in seiner Ansprache, dass die Stadt mit Investitionen in Schulen, Kindergärten, Bürgerhäuser und Sportanlagen gut weiterentwickelt worden sei. In 2004 habe man die städtischen Steuer- und Gebührensätze stabil halten können. Das gelte auch für 2005. Als Schwerpunkt der Stadtpolitik für die nächsten Jahre kündigte der Bürgermeister die Förderung von Kindern, Jugendlichen und jungen Famlien an. Mit dem Famlilienförderplan, dem für die Kinderfrühförderung wichtigen Projekt "Kind & Ko", dem Kompass-Projekt, der "Lernstatt Paderborn" seien hier schon wichtige Weichen gestellt. Der gerade eingebrachte Haushalt der Stadt enthalte allein mehr als fünf Millionen Euro für große Modernisierungsprojekte an Paderborner Schulen. Paus dankte ausdrücklich allen, die an der erfolgreichen Entwicklung der Stadt im vergangenen Jahr beteiligt waren. "Ich hoffe, dass Sie uns auch im nächsten Jahr bei den vor uns stehenden großen Herausforderungen unterstützen", warb Paus um Mithilfe. Entscheidungen stünden unter anderem an bei der Modernisierung des Rolandsbades, dem geplanten Bau des Zentralstadions und beim Kammerspielneubau. Über die Multifunktionshalle am Schützenhof, zu der ein Auftrag für einen Vorentwurf gegeben worden sei, werde der Rat aller Voraussicht nach bereits Ende Februar entscheiden. Zum Verwaltungsneubau an der Florianstraße sagte Paus: "Ich gehe davon aus, dass der Rat sich dann für die einheitliche Verwaltung entscheiden werde, wenn er aus den Zahlen der Gutachter den Schluss zieht, dass diese Investition langfrisitg wegen des Mehr an Bürgerfreundlichkeit, aber auch wegen der dringend notwendigen Belebung an der Bahnhofstraße sinnvoll ist." Über die Zukunft der Europäischen Union sprach im Anschluss Prof. Hans-Ulrich Wehler. Sehr kritisch ging der profilierte Historiker dabei auf die jetzt beschlossenen Beitrittsgespräche, insbesondere der Türkei in die EU, ein. Diese Beitrittsverhandlungen müssten ergebnissoffen geführt werden und keine Einbahnstraße sein. Er forderte eine offene Diskussion über Pro und Contra bei der beabsichtigten Aufnahme der neuen Mitgliedstaaten. Wehler sah es als fatalen Mangel an, dass die EU ihre Grenzen nicht definiert habe und über ein System verfüge, um die Staaten stufenweise an die Gemeinschaft heranführen zu können.