Paderborner Literatur-Forum

Juliane Rüschenpöhler über den Krebs

Nach dem erfolgreichen Start im Januar mit Uwe Natus setzt Juliane Rüschenpöhler das „Paderborner Literatur-Forum“ am 17. Februar um 20 Uhr fort. Im Museum für Stadtgeschichte im Adam- und Eva-Haus wird sie aus ihrem Buch „Krebs hin, Krebs her – Das Leben geht weiter!“ lesen. Karten für die zweite Veranstaltung der vom Museum für Stadtgeschichte im Adam+Eva-Haus und der Buchhandlung Linnemann ins Leben gerufen Reihe gibt es im Vorverkauf in den Linnemann-Buchhandlungen und an der Abendkasse. Die Diplom-Psychologin ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt seit 25 Jahren in Paderborn. Zur Zeit arbeitet sie in einer Frauenberatungsstelle. 1997 wurde bei Juliane Rüschenpöhler Brustkrebs diagnostiziert. Es folgt das Übliche: Operation, Chemo-, Strahlen- und medikamentöse Therapien. Hinter der Diagnose „Krebs“ verschwindet das ganze bisherige Leben, die lebensbedrohende Krankheit verändert alles. Und doch geht es weiter - mit neuen Erfahrungen, neuen Ängsten, neuen Werten. Ihr Buch ist ein authentischer Erfahrungsbericht über eine „unspektakuläre Heilung von Brustkrebs“, in dem sie das Erlebte verarbeitet und ihre Erfahrungen bewertet. Darüber hinaus möchte sie anderen Menschen, die die Diagnose „Krebs“ bekommen, eine Orientierung geben. Deshalb setzt sie sich am Ende des Buches mit Fragen auseinander, mit denen diese Menschen häufig konfrontiert werden. Ihre Antworten sind teilweise ungewöhnlich, aber wohl durchdacht. Wohl gerade wegen des unspektakulären Verlaufs der Krankheit und ihrer Schilderungen der Alltagsbewältigung mit der Krankheit finden sich an Krebs Erkrankte in diesem Buch sehr stark wieder. „Das ist bei mir genauso gewesen“, „Sie sprechen mir aus der Seele“ oder „Als hätten sie über mich geschrieben“ ist häufig die Resonanz auf das Buch. Es macht Mut, ohne zu beschönigen. Trotz des bedrückenden Themas kommt auch der Humor nicht zu kurz.