Bevölkerungsstatistik des vergangenen Jahres
Paderborn wächst weiter
Auch im vergangenen Jahr stieg die Einwohnerzahl in Paderborn weiter an. So nahm die Bevölkerung der Stadt um 367 Personen von 139.061 auf 139.428 Einwohner zu (2002: +633). Das ist der niedrigste Zuwachs nach 1998 (+18). Ausländische Mitbürger leben zurzeit 11.682 in Paderborn. Das sind 105 weniger als vor einem Jahr, ihr Anteil an der Bevölkerung beträgt nun 8,4 Prozent, vor zwölf Monaten waren es 8,5 Prozent. Den deutlich kleineren Anteil am positiven Ergebnis hatten die so genannten Wanderungen. Dabei war die Zahl der 7.002 Zuzüge (2002: 7.155, = -153) deutlich geringer als im Vorjahr und die niedrigste seit 1988 (damals 6.759). Dagegen stieg die Fortzugszahl auf 6.982 Personen an (2002: 6.846, = +136). Diese gegenläufige Entwicklung bei den Zu- und den Fortzügen hat somit im Jahresvergleich die stärksten Auswirkungen für das schwächere Bevölkerungswachstum gehabt. Beide zusammen ergaben einen Wanderungsgewinn von nur noch +20 Personen (2002: +309). Damit hat sich der Zuzugsüberschuss gegenüber dem Vorjahr deutlich reduziert. Insbesondere gegenüber dem Ausland haben sich die Gewichte verschoben. Gab es in 2002 noch einen Wanderungsgewinn von +100 Personen für die Stadt, so übertrafen im letzten Jahr die Fortzüge ins Ausland die Zuzüge von dort um 69 Einwohner. Das ist der größte Wanderungsverlust seit 1999 (damals -295 Personen). Die "natürliche Bevölkerungsbewegung" trug daher das Bevölkerungswachstum fast alleine. Dabei war die Geburtenzahl mit 1.525 Babies (Vorjahr 1.477, = +48) wieder etwas höher als in 2002. Dagegen stieg die Zahl der Sterbefälle mit 1.178 (Vorjahr 1.153, =+25) weniger stark an. Aus beiden ergab sich mit +347 (Vorjahr +324) Personen ein leicht gestiegener Geburtenüberschuss. Den stärksten Zuwachs unter den Stadtteilen hatte wie 2002 Sande (+192), gefolgt von Schloß Neuhaus (+132), Wewer (+104), Elsen (+88), und Dahl (+39). Die Kernstadt (-150) und Neuenbeken (-40) mussten dagegen Rückgänge der Einwohnerzahl verzeichnen. In Benhausen (+15) und Marienloh (-13) gab es nur sehr geringe Veränderungen. Bei den Altersgruppen waren die Entwicklungen unterschiedlich. Reduziert hat sich die Zahl der Kinder unter sechs Jahren (-2,8%), die der Jugendlichen von 10 bis 14 Jahren (-2,0%) und der 30 – 40-jährigen (-3,1%). Dagegen gab es Zuwächse bei den 6 – 9-jährigen, den 15 – 30-jährigen (+1,2%), den 40 – 60-jährigen (+2,7) und den über 65-jährigen (+3,3). Während es sich bei Jugendlichen und Erwachsenen oftmals nur um Verschiebungen in der Altersstruktur handelt, ist bei Kindern unter 3 Jahren über die Hälfte des Rückganges auf Fortzüge der Familien zurückzuführen.