Am Mittwoch um 20 Uhr

Pelkes Paderborner Profile

In der Reihe der „Paderborner Stadtgespräche“ liest am Mittwoch, 28. Januar, ab 20 Uhr, die Paderborner Autorin Sibilla Pelke im Museum für Stadtgeschichte im Adam und Eva-Haus. Sie stellt ihre Bücher „Paderborner Profile“ vor. Eintrittskarten zu je drei Euro gibt es im Vorverkauf und an der Abendkasse im Museum. Die Menschen, die Sibilla Pelke porträtiert, fallen aus dem Rahmen: Wilhelm Jürgens, langjähriger Pfarrer der Marktkirche mit globalen Neigungen, der die Dinge achtet, einen abwesenden Gott liebt und die Obdachlosen im warmen Kirchenkeller wohnen lässt; Simone Probst, grüne Staatssekretärin bei Jürgen Trittin in Berlin, die ihr Lieblingsfach Physik von Paderborn aus in die internationale Umweltpolitik einbrachte und keine Frauenprobleme hat; Erika Schröder-Vosseler, deren Lebenslauf als Tagelöhnerin, Putzfrau bis siebzig und zweifache Witwe nicht erkennen ließ, dass eines ihrer fünf Kinder deutscher Bundeskanzler werden würde, der den 90. Geburtstag seiner Mutter in Elsen mitfeierte. Die Bände "Paderborner Profile" überraschen durch das unverbunden Gegensätzliche der dargestellten namhaften Bürger, wie Erwin Grosche, Gunda Bruhns, Eugen Drewermann und andere. Pelke zeigt, welche Gesichter diese Stadt hat, und wie das alles hier bei uns zusammengeht: reaktionäre Ansichten und sympathische Taten, neuer Frauentyp und weibliches Kriegsschicksal. Die Autorin Sibilla Pelke lebt seit 35 Jahren in Paderborn. Sie machte sich bereits in ihrer Geburtsstadt Düsseldorf einen Namen mit dem "Der Lübecker Christenprozess 1943", einer der wichtigsten Neuerscheinungen der Nachkriegszeit.