Vertreter des Heimatvereins bei Bürgermeister Heinz Paus
Argumente fließen in Planung ein
„Sie können davon ausgehen, dass wir ihre Argumente in die weiteren Planungen der Stadt mit einfließen lassen“. Dieses Fazit zog Paderborns Bürgermeister Heinz Paus nach einem rund einstündigen Gespräch mit Vertretern des Paderborner Heimatvereins. Auf Einladung des Bürgermeister erläuterten sie ihre Anregungen und Bedenken gegen eine mögliche Neugestaltung des Bereichs am Abdinghof Der Heimatverein Paderborn wolle sich nicht in die Umzugspläne der Verwaltung zur Bahnhofstraße einmischen, dies sei die Entscheidung der städtischen Gremien. Man spreche sich aber entschieden gegen die Absichten aus, das Stadthaus der fünfziger Jahre am Abdinghof durch einen Neubau für gewerbliche oder kulturelle Zwecke zu ersetzen, so der Vorsitzende des Heimatvereins Gerhard Sander. Die Stadtplaner der fünfziger Jahre hätten Park, Stadthaus und Kirche als Einheit konzipiert. Dabei gehe es dem Heimatverein insbesondere um den stadtbildprägenden Westflügel des Verwaltungsgebäudes, der sich an die Galerie anschließt. Dieser solle ebenso wie die Städtische Galerie und der hinter ihr liegende Gebäudetrakt unbedingt erhalten werden. Keine Bedenken habe der Verein gegen den möglichen Abriss des Gebäudeteils der benachbarten ehemaligen Stadtsparkasse. Dieser ebenfalls von der Stadtverwaltung genutzte Gebäudekörper wirke wie ein Fremdkörper, der sich nicht in das Gesamtbild einfüge. Bürgermeister Paus betonte, die Verwaltung werde die Bedenken des Heimatvereins in die weiteren Planungen zur Vorbereitung eines Investorenwettbewerbs einfließen lassen. Sowohl der Bereich hinter der Städtischen Galerie als auch die Lutherschule seien von vornherein nicht in die Neugestaltungsüberlegungen einbezogen worden. Die bisherigen Gespräche mit Investoren und Architekten hätten zudem gezeigt, dass gerade die städtebauliche Sonderstellung des Bereiches am Abdinghofes durch behutsame und attraktive Planungen stärker gewürdigt werden könne als dies derzeit der Fall sei. Durch eine Überarbeitung des Prisma-Gutachtens werde erneut überprüft, inwieweit zusätzlicher Einzelhandel im Innenstadtbereich Paderborns überhaupt verträglich sei. Der Bürgermeister sagte dem Heimatverein zu, ihn bei der weiteren Vorbereitung des Investorenwettbewerbs zu gegebener Zeit zu beteiligen.