Stadt zum Neubau des Rolandsbades

Kein Luxus

"Bei den Planungen zum Neubau des Rolandsbades hat es eine breite Bürgerbeteiligung gegeben." Das stellt der städtische Sportdezernent Wolfgang Walter angesichts jetzt geäußerter Kritik klar. Mehrfach haben sich der Ausschuss für Sport und Freizeit sowie der Ausschuss für Bauen, Planen und Umwelt intensiv damit befasst. Einstimmig habe der Ausschuss für Sport und Freizeit im Juni 2002 dem Neubau des Rolandsbades am jetzigen Standort zugestimmt und ein Zielkonzept beschlossen, in das Wünsche, Ideen und Anregungen von Badegästen zur Qualitätsverbesserung des Bades eingeflossen sind. "Wir haben von Anfang an auf Transparenz und Mitwirkung der Bevölkerung gesetzt", so Walter, und nennt dabei die öffentliche Vorstellung und den Informationsaustausch der Planungsabsichten im Sportzentrum Maspernplatz am 11. Oktober 2002 vor vielen Interessierten und das anschließende Internetforum, das auf großen Zuspruch stieß. Wer jetzt mit einem Sperrvermerk die weiteren Planungen für das Rolandsbad stoppen will, stellt das durch breite Beteiligung der politischen Gremien und der Öffentlichkeit getragene Verfahren insgesamt in Frage und verzögere die für den Herbst geplanten Arbeiten. "Dass die lärmtechnisch äußerst komplizierte Konfliktsituation auf der Basis der Machbarkeitsstudie und eines Lärmschutzgutachtens so gelöst werden konnte, dass das Staatliche Amt für Umwelt- und Arbeitsschutz OWL dem Neubau aus immissionsschutzrechtlicher Sicht im Juni 2004 zustimmen konnte, ist Beleg für die solide und fundierte Planung des Architekturbüros Bremer+Bremer als Generalplaner", erinnert Wolfgang Walter an die geleistete Vorarbeit. Gerade in Zeiten, da anderswo Bäder geschlossen werden, stelle die jetzt gefundene Lösung eine gute Basis für die künftige Entwicklung des Rolandsbades dar. Walter wehrte sich gegen den Vorwurf, dass hier Luxusplanungen vorangetrieben werden sollen. "Das ist ganz und gar nicht der Fall". Durch eine neue Zu- und Anordnung von Gebäuden, Becken und anderen Bereichen habe man die Angebote kundenorientierter und technische Abläufe wirtschaftlicher gestalten können. Auch wenn aus sportlicher Sicht das eine oder andere noch wünschenwert gewesen wäre, muss der Finanzrahmen in Höhe von 6,2 Millionen Euro eingehalten werden. "Wer glaubt, dass auch mit viel weniger Geld viel mehr hätte erreicht werden können, der irrt und hat nicht die schwierige bau- und planungsrechtliche Situation, insbesondere die schwierige Lärmsituation, vor Augen.