Das rechtliche Fundament ist gelegt
Vorvertrag für „Kötterhagen“ unterzeichnet
Das Projekt „Kötterhagen“ mit der Bebauung der „Guten Stube“ der Stadt Paderborn und dem Neubau der Kammerspiele kann in Angriff genommen werden. Nach der großen Zustimmung durch den Stadtrat herrscht zwischen der Stadt und der Volksbank Paderborn-Höxter Einigkeit über die weitere Vorgehensweise: Als Vertreter der beiden Vertragsparteien unterzeichneten jetzt im Rathaus Bürgermeister Heinz Paus und Kulturdezernent Wolfgang Walter sowie Volksbank-Vorstandsvorsitzender Dr. Ulrich Bittihn und sein Stellvertreter Dr. Günter Reimund den Vorvertrag zum geplanten Bauvorhaben. Verläuft alles nach Plan, sollen im Herbst 2008 die neuen Kammerspiele ihre erste Premiere feiern. In dem jetzt unterzeichneten Vorvertrag werden Rollen und Aufgaben von Stadt und Bank für beide Seiten festgeschrieben: Danach errichtet die Volksbank am Kötterhagen ein architektonisch anspruchsvolles Gebäudeensemble. Die Bank erweitert damit ihren Hauptsitz und lässt eine attraktive Passage mit Einzelhandelsgeschäften, gastronomischen Betrieben, Kunst- und Kulturangeboten sowie Tiefgarage neu entstehen. Bürgermeister Heinz Paus: „Damit geht für die Paderborner Bevölkerung ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. Damit erfährt der bislang vernachlässigten Bereich im Herzen der Stadt eine attraktive Neugestaltung.“ Herzstück des Projekts „Kötterhagen“ ist die Errichtung eines neuen Gebäudes für die Kammerspiele. Dieses Theater, so die vertragliche Vereinbarung, ist ein eigenständiges Gebäude mit eigenem architektonischen Profil. In dem neuen regionalen Theater sollen künftig 400 Besucher Platz finden. Zu den Aufführungen sollen sie bequem mit dem eigenen Fahrzeug anreisen können. Dafür errichtet die Volksbank eine Tiefgarage, die über eine Kapazität von 400 Einstellplätzen verfügt. Für das gesamte Projekt „Kötterhagen“ rechnen Stadt und Bank mit Baukosten in Höhe von rund 41 Millionen Euro. In dieser Rechnung ist das komplette Theater mit 21 Millionen Euro veranschlagt, daran beteiligt sich der Kreis mit 6 Millionen Euro. So kann das für die langfristige Sicherung des Spielbetriebes notwendige komplette Raumprogramm an einem Standort gebaut werden und es ist möglich, ohne Unterbrechung des Spielbetriebes von den alten in die neuen Räumlichkeiten zu wechseln. Bürgermeister Heinz Paus und Bankchef Dr. Ulrich Bittihn bezeichneten übereinstimmend die vertragliche Vereinbarung als perfekte Lösung. Heinz Paus: “Die Bank baut die neuen Kammerspiele für die Stadt zum Festpreis und festgeschriebenen Fertigstellungstermin. Damit sichert die Stadt für den Neubau der Kammerspiele den bewährten Standort zwischen Rathaus und Dom. Die Stadt erhält ein grundbuchlich abgesichertes Nutzungsrecht, das zwar rein formal frühestens nach 50 Jahren von den Parteien gekündigt werden könnte. Würde z. B. von Seiten der Volksbank gekündigt, so hätte diese der Stadt den Verkehrswert zu entschädigen. Damit ist die Investition für die Stadt auf Dauer gesichert.“ „Indem unsere Bank sich hier engagiert“, so Dr. Ulrich Bittihn, „ist es möglich, die beträchtlichen Aufträge aus dem Bauvorhaben für unsere Region zu vergeben und damit Arbeitsplätze im heimischen Handwerk zu erhalten. Wir sichern mit der Erweiterung den Standort unserer Bankzentrale ab, in der schon heute rund 300 Mitarbeiter arbeiten. Durch die geplante Bebauung erfährt die Urbanität des Areals eine kräftige Weiterentwicklung. Dies alles ist uns wichtig, vor allem auch mit Blick auf Handel und Gastronomie unserer Einkaufsstadt. Und“, so der Bankvorstand „ ‚Paderborn überzeugt’ mit einem neuen Theater auch als Kulturstadt.“