Egon Hüls bringt die Kunst auf die Libori-Krüge

Auch schon für den Papst gearbeitet

Die Silhouette des Kolpinghauses am Busdorfwall ist in diesem Jahr das Motiv für die Libori-Gläser und den Libori-Krug. Erhältlich sind Krug und Gläser bei der Tourist-Info am Marienplatz und während des Libori-Festes vom 24. Juli bis zum 1. August am Bierbrunnen vor dem Paderborner Rathaus. Für die beim Kauf dieser Libori-Souvenirs erhaltenen Marken kann man Gläser und Krüge dort auch füllen lassen. Das Kolpinghaus, einstiger kultureller Mittelpunkt Paderborns, wird in diesem Jahr abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Gezeichnet hat es Egon Hüls (67). Der Mann, der schon Unterschriftsblätter für Sportstars, Minister und Regierungschefs sowie gekrönte Häupter und sogar den Papst gefertigt hat, hat sein zeichnerisches Talent auch schon in den Goldenen Büchern von Stadt und Generalvikariat unter Beweis gestellt. Egon Hüls, der eine Ausbildung als grafischer Zeichner absolvierte und später in den Beruf des Tiefdruckätzers wechselte, war lange Jahre Leiter der Tiefdruckabteilung der Bonifatius-Druckerei. Als bei der Bonifac der für die besonderen künstlerischen Dinge zuständige Mitarbeiter verstarb, traf der gebürtige Bremer die Nachfolge an und konnte so sein Hobby mit seinem Beruf verbinden. Viele wertvolle Lektionare und Schriftzeichnungen hat Egon Hüls bisher gefertigt. Aktiv ist der „Unruheständler“, der 1963 mit seiner Frau nach Paderborn kam, außerdem auch in der Kolpingfamilie Zentral. Das Komitee Europatag, der ehrenamtlich tätige Verein, der sich insbesondere um das Programm am zweiten Libori-Wochenende kümmert, hat sich mit dem Motiv des Kolpinghauses ein über viele Jahre das Stadtbild prägende Gebäude ausgesucht. Das Kolpinghaus, ursprünglich als Vaterhaus für wandernde Gesellen in der Fremde gedacht war im Krieg vollständig zerstört worden. In einer großen Gemeinschaftsleistung wurde es sehr schnell wieder aufgebaut. Das Kolpinghaus war lange Jahre der zentrale Veranstaltungsort für Kulturveranstaltungen in der Stadt. Mit dem Bau der Paderhalle verlor insbesondere der große Saal seine Bedeutung. Er wurde an die Tanzschule Stüwe-Weißenberg vermietet.