Komitee Europatag feiert Jubiläum
40 Jahre Europatag
Sie arbeiten meist im Verborgenen. Doch wenn es die Mitglieder des Komitees Europatag nicht geben würde, wäre Libori nur halb so schön. Die etwa 40 Männer und Frauen arbeiten ehrenamtlich in dem Verein und organisieren insbesondere das zweite Libori-Wochenende. In diesem Jahr können sie ein besonderes Jubiläum feiern. Zum 40. Mal findet der Europatag statt. Was 1964 ganz klein begann, hat sich heute zu einer festen Größe im Libori-Geschehen entwickelt. Zwar fand der erste Europazug erst 1965 statt, doch die Anfänge waren bereits ein Jahr zuvor. Der damalige Leiter des Kultur- und Presseamtes im Stadthaus, Erich A. Boskamp, war der Initiator. Es galt, dass zweite Libori-Wochenende aufzuwerten. Dass die Idee von Erich A. Boskamp fruchtete, zeigte die Tatsache, dass 1968 immerhin über 120.000 Menschen aus nah und fern den Festzug verfolgten. Das Komitee Europatag, dem neben Vertretern aus der Paderborner Stadtverwaltung auch Repräsentanten Paderborner Firmen und weiterer Einrichtungen angehören, hat sich das Ziel gesetzt „Mittel zur Gestaltung des Europatages und ähnlicher Veranstaltungen in Paderborn bereit zu stellen, für die Förderung Völker verbindender Gedanken und Maßnahmen im Interesse und zum Wohle der Paderborner Bevölkerung“. Dieses Ziel aus der Satzung des Vereins haben neben „Gründungsvater“ Erich A. Boskamp auch der ehemalige Ratsherr und Rechtsanwalt Franz von Cieslik (noch heute Mitglied) sowie die Präsidenten des Komitees Hermann Schütte, Karl Nolden sowie der jetzige Präsident Dieter Nolden verfolgt. Sie hatten in den Vizepräsidenten Josef Rensing, dem ideenreichen Toni Müller, Karl Johannwerner, Franz-Josef Witting und vielen anderen wertvolle Stützen. Heute sind Alfred Jolk und Heribert Zelder als Vizepräsidenten tätig. Die Geschichte der Europa-Wochenenden ist vielseitig. So gab es unter anderem das Stadionfest mit dem Schubkarren-Rennen am Inselbadstadion, den Europa-Abend auf dem Schützenplatz, den Festzug durch die Stadt und den Bierbrunnen vor dem Rathaus. Seit 1992 gibt es jedoch keinen Europazug, kein Stadionfest und keinen Europa-Tanzabend auf dem Schützenplatz mehr. Der Bierbrunnen vor dem Rathaus und die „Europa-Meile“ zwischen Kamp und Marienplatz sind heute die Anziehungspunkte des zweiten Libori-Wochenendes. In diesem Jahr steht die ungarische Debrecen im Mittelpunkt des Europa-Wochenendes. Das Komitee gestaltet außerdem auch die ausländischen Kulturtage in Paderborn mit. „Wir verstehen uns als Verein für Paderborn und seine Bürgerinnen und Bürger“, so Dieter Nolden. Mit dem Engagement zum Liborifest und zu den ausländischen Kulturtagen wird der Verein diesem Anspruch vollauf gerecht.