7 Türme - 7 Lichter
Nach Reparatur der zerstörten Installation: Charly Steiger und Achim Wollscheid stellen "ihren" Kasseler Turm vor
Wie kann ein historischer Turm in einer fast völlig vergessenen Stadtmauer, umgeben von der modernen Architektur der Libori-Galerie, einem Kinokomplex und dem verkehrsreichen Kasseler Tor so in Szene gesetzt werden, dass er wieder neu entdeckt wird? Diese Frage haben sich Charly Steiger und Achim Wollscheid für den Kasseler Turm gestellt und geben im Rahmen des Paderboorner Lichtszenarios "7 Türme - 7 Lichter" mit einer Licht-Ton-Installation ihre eigenwillige Antwort Die beiden Künstler kommen am Donnerstag, 25. März nach Paderborn und stellen "ihren" Turm persönlich vor. Treffpunkt ist um 20 Uhr in der Volkshochschule, Rathausplatz 7. Moderiert von Projektleiter Thomas Günther und dem Paderborner Künstler Wilfried Hagebölling und unterstützt von Computersimulationen werden Charly Steiger und Achim Wollscheid sich und ihr Werk vorstellen und Fragen der interessierten Bürger beantworten. Im Anschluss gibt es gemeinsam mit dem Künstler-Duo einen kurzen Spaziergang zum Kasseler Turm, dessen Installation nach seiner Zerstörung an diesem Abend wieder in Betrieb genommen wird. Charly Steiger arbeitet als freie Künstlerin in Frankfurt am Main. Schwerpunkte ihrer künstlerischen Arbeit ist der Bezug auf den konkreten Raum - erst wenn feststeht, wo eine künstlerische Intervention stattfinden soll, wird diese auf die spezielle räumliche und soziale Situation hin konzipiert und realisiert. Achim Wollscheid ist Künstler, Autor, Lehrer. Seine künstlerische Arbeit bedient sich verschiedener Medien, dazu gehören auch Klang und Licht. Wollscheid setzt die Medien so ein, dass sie separat oder in verschiedenen Kombination zueinander erscheinen. Allein im vergangen Jahr waren Ausstellungen, Installationen und Präsentationen von ihm in den USA, in Taiwan und in Israel zu sehen. Für das Lichtszenario „7 Türme – 7 Lichter“ haben acht international renommierte Künstler sieben Türme der Stadtmauer in Kunstwerke verwandelt. Zu sehen ist die Inszenierung noch bis Ende November 2004.