Pilotprojekt in der Stadtheide
SV Heide übernimmt Pflege der gesamten Rothesportanlage
Weit über 100 Bürgerinnen und Bürger haben bereits eine Grünpatenschaft übernommen und pflegen öffentliche Grünflächen vor ihrem Haus, jetzt gibt es die erste Vereinbarung mit einem Sportverein. Der SV Heide übernimmt in eigener Regie die Pflege der gesamten Rothesportanlage. Bei der Unterzeichnung der Pflegevereinbarung machte Bürgermeister Heinz Paus deutlich, dass es sich um ein Pilotprojekt handelt, bei dem die Stadt großes Vertrauen in den Verein setzt. Heinz Paus: „Der Versuch ist zunächst auf drei Jahre befristet. Danach werden wir gemeinsam mit dem SV Heide ein Fazit ziehen und, falls sich der Test bewährt hat, die weitere Vorgehensweise miteinander abstimmen.“ Für Ulrich Schröder, Vorsitzender des SV Heide ist das Projekt eine große Herausforderung. Ulrich Schröder: „ Immerhin übernehmen wir die Verantwortung für 30.000 Quadratmeter, davon fast 10.000 Quadratmeter Rasenflächen, an deren Pflege besonders hohe Anforderungen gestellt werden.“ So muss laut Vertrag der Rasen regelmäßig in mindestens vier Durchgängen zurück geschnitten werden, das gleiche gilt für die Pflege der Gehölze. Um die hohen Anforderung zu erfüllen, wird der Verein für bestimmte Aufgaben professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Bürgermeister Heinz Paus: „Selbstverständlich ist der Einsatz von chemischen Mitteln wie Herbiziden und Fungiziden zur Bekämpfung von Wildkräutern und Gras nicht erlaubt.“ Vereinsvorsitzender Ulrich Schröder setzt bei der Pflege der Rothesportanlage insbesondere auf die Jugend und erhofft sich auch eine erzieherische Wirkung. „Wer Getränkedosen oder Zigarettenkippen selbst aufgehoben und gesammelt hat“, so der Ulrich Schröder, „wird in Zukunft daran denken und eigenen Müll nicht einfach wegwerfen.“ Der 1931 gegründete SV Heide zählt mit mehr als 1.100 Mitgliedern zu den größten Sportvereinen Paderborns. 20 Fußballmannschaften kicken im Trikot des SV, die erste Mannschaft in der Landesliga. Besonders stolz ist der Verein auf seine Nachwuchsförderung. Stellvertretender Vorsitzender Dieter Lichtenstein: „Hier ist der Andrang bei uns so groß, dass wir allein im E- und F-Jugendbereich mit neun Mannschaften am Meisterschaftsbetrieb teilnehmen.“