Neue Grünachse soll Stadtteile miteinander verbinden
Bald grünt's und blüht's am Niesenteich
Hinterm Wall tut sich was. Wer von der Detmolder Straße kommend den Herbert-Schwiete-Ring befährt, ahnt nicht, was sich auf der linken Seite hinter dem Wall tut. Hier entsteht die Grünanlage Niesenteich. Sie ist Teil einer Grünachse, die das Dörener Feld mit der Stadtheide verbindet. Der Park wird naturnah gestaltet und mit einem behindertengerechten und integrativen Spielplatz ausgestattet. Im Sommer und Herbst dieses Jahres wird mit den Arbeiten an diesem Spielplatz begonnen und das Wegesystem erweitert. Teilabschnitte der Anlage können Ende des Jahres begangen werden. Die Gesamtanlage wird voraussichtlich Ende des nächsten Jahres fertig gestellt. Das Projekt wird aus Mitteln der Stadterneuerung des Landes NRW und der Stadt Paderborn finanziert. Sven Christeleit, Projektleiter des Amtes für Umweltschutz und Grünflächen: „Wir haben bisher unter anderem 6.000 Quadratmeter Rasen- und Wiesenfläche eingesät, 4.500 Sträucher und 40 Bäume gepflanzt sowie 4.000 Blumenzwiebeln gesetzt“. Die Arbeiten werden mit städtischen Mitarbeitern, Arbeitskräften des Projektes „Relum“ und Firmen aus dem „Gala-Bau“ und Tiefbau durchgeführt. Beispielhaft ist an diesem Projekt das Kooperationsmodell zwischen der Stadt Paderborn, dem Fachbereich „Beschäftigungs- und Berufsförderung“ des Kreises Paderborn sowie der Sozialwerkstatt Paderborn im Ev. Perthes-Werk. Derzeit sind in diesem Rahmen sieben Teilnehmer am Niesenteich tätig. Sie bauen Wege, pflanzen Bäume, Sträucher und Stauden, stellen Spielgeräte, Bänke und Zäune auf. Dabei handelt es sich um zusätzliche und gemeinnützige Arbeiten im Rahmen dieses Projektes. Die Maßnahmeplätze sind durch den Kreis Paderborn geförderte „Arbeit statt Sozialhilfe“-Stellen. Dieses Kreisprogramm dient der Schaffung von zusätzlichen Arbeitsplätzen für arbeitslose Sozialhilfeempfängerinnen und Sozialhilfeempfänger. Diese Stellen werden zu 100 Prozent aus Mitteln des Kreises Paderborn gefördert. Die Sozialwerkstatt Paderborn ist während der einjährigen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung der Arbeitgeber. Alle Teilnehmer werden vor Ort durch einen Gärtner der Stadt Paderborn fachlich angeleitet. Weiterhin findet eine Qualifizierung in der Sozialwerkstatt Paderborn statt. Themen sind dabei unter anderem ein Bewerbungstraining, arbeitsweltorientierter Sprachunterricht, soziales Kompetenztraining, ein Ersthelferlehrgang sowie der Erwerb eines Gabelstaplerscheins. Diese Qualifizierungsangebote werden von ausgebildeten Fachkräften vermittelt. Ein Praktikum von acht Wochen ist weiterer Bestandteil der Maßnahme und dient zusätzlich der beruflichen Orientierung. Dieses Praktikum wird in der Regel in einem Betrieb innerhalb der Stadt Paderborn absolviert. Während des gesamten Maßnahmeverlaufs sorgt Simone Gosch vom Sozialdienst der Sozialwerkstatt Paderborn für eine kontinuierliche berufsintegrative Begleitung der Teilnehmer. „Durch die erfolgreiche Kooperation zwischen dem Kreis und der Stadt Paderborn sowie der Sozialwerkstatt Paderborn ist es gelungen, die Maßnahme in den vergangenen Jahren regelmäßig aufzulegen. Damit konnte zahlreichen Sozialhilfeempfängerinnen und Sozialhilfeempfängern eine Anbindung an den allgemeinen Arbeitsmarkt ermöglicht werden“, so Simone Gosch. Neben dem Evangelischen Perthes-Werk sind weitere soziale Beschäftigungsträger an Maßnahmen des Kreises Paderborn beteiligt. Dazu gehören IN VIA Katholische Mädchensozialarbeit e. V./Paderborn, INFIRM gGmbH/Bad Lippspringe, Novostart gGmbH/Paderborn, Pigal e. V./Paderborn, Relum-Recycling gGmbH/Paderborn, Sander-Lippe-See Kommunale GmbH/Paderborn, Schloss- und Auenpark Gesellschaft mbH/Paderborn und Stadtverband für Heimatpflege/Delbrück.