Im Zeichen der Lyrik

Paderborner Literatur Forum

Im „Paderborner Literatur Forum“ steht der November wieder ganz im Zeichen der Lyrik. Regina Keil liest am Dienstag, 16. November, um 20 Uhr im Museum für Stadtgeschichte im Adam und Eva-Haus ihre Gedichte. Eintrittskarten (drei Euro) für diese Veranstaltung können bereits im Vorverkauf in allen Linnemann-Buchhandlungen erworben werden. Regina Keil, 1941 in Schlesien geboren, lebte seit 1950 im Sauerland. Sie studierte Lehramt an der Pädagogischen Hochschule in Paderborn und war danach Lehrerin an Paderborner Schulen. Erst spät begann sie damit, ihre Gedichte zu schreiben. „… Mit Versen ist so wenig getan, wenn man sie früh schreibt. Man sollte warten damit und Sinn… sammeln ein ganzes Leben lang…, vielleicht könnte man dann zehn Zeilen schreiben, die gut sind.“ (Rilke) In diesen Tagen ist ihr Lyrikband unter dem Titel „Wenn du nur auferstehst“ bei edition fischer erschienen. Regina Keils Gedichte malen zarte, vielfältige Stimmungsbilder und fassen ganze Gefühlswelten in wenigen Zeilen zusammen. Gute Verse sind jedoch nicht, wie viele Menschen meinen, einfach nur Gefühle. Sie sind vielmehr Erfahrungen, die eine wache, empfindsame Seele im Laufe ihres Lebens macht und einem langen Reifungsprozess unterwirft. Oft verblassen die Erinnerungen, kehren irgendwann wieder, decken sich mit anderen Erfahrungen und sind dem Menschen ganz zueigen geworden zu einem größeren Ganzen. Man braucht Geduld, um zu warten. Wenn dann Verse als Ureigenes und Wahres aus dem Innern aufsteigen, ist dies die Geburtsstunde eines Gedichtes, das auch das Innerste seiner Leser anzurühren vermag – eine Melodie des Ewigen, die jeder Mensch zutiefst in seinem Herzen trägt.