Paderborn gibt Antwort auf PISA

NRW-Schulministerium lobt Projekt "Lernstatt Paderborn"

Paderborn/Düsseldorf (IP). Dickes Lob aus dem NRW-Schulministerium für Paderborn: Leitender Ministerialrat Wolfgang Koch: „Mit dem Projekt „Lernstatt Paderborn“ gibt Paderborn auch eine Antwort auf PISA.“ Die ostwestfälische Großstadt trage mit zu einem Umdenken des Verhaltens zwischen Lehrer und Schüler bei und sei und sei in der Schulpolitik „Musterstadt für NRW“. Wolfgang Koch vertrat die nordrhein-westfälische Landesregierung bei der Abschlussveranstaltung des dreijährigen Projekts am Wochenende im Paderborner Heinz-Nixdorf-Museumsforum. Auch Ralf Münchow, geschäftsführender Vorstand von „Schulen ans Netzt“, einer bundesweiten Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und der Deutschen Telekom war begeistert von dem Paderborner Projekt. „“Während bundesweit sich 14 Schüler einen PC teilen müssen,“ so Ralf Münchow, „sind es in Paderborn nur noch 9, ein hervorragendes Ergebnis.“ Mehr als 3,6 Millionen Euro war der Stadt Paderborn das Projekt “Lernstatt Paderborn“ wert und gemeinsam mit der Firma Sun Microsystems wurde eine flächendeckende und nachhaltige Infrastruktur mit über 1600 Clients und etwa 100 Servern für den Einsatz digitaler Medien in allen 45 Paderborner Schulen aufgebaut. Alle fast 20.000 Schülerinnen und Schüler sowie alle 1.400 Lehrenden haben eine eigene Zugangskennung und einen persönlichen Arbeitsbereich erhalten und können sich von jeder Schule in der Stadt einwählen. Der Projektansatz geht jedoch weit über die reine Ausstattung mit neuen Computern hinaus. Im Mittelpunkt des Projektes stehen nicht individuelle Arbeits- und Lernplätze, sondern vernetzte Systeme die eine gemeinsame Bearbeitung von Materialien ermöglichen. Paderborns Bürgermeister Heinz Paus: „Dadurch werden Stätten des Lernens auch wieder zu Stätten der Begegnung.“ Darüber hinaus werden durch netzgestütztes Arbeiten alle Formen des Einsatzes digitaler Medien sowohl im Unterricht als auch im häuslichen Bereich ermöglicht, Der Lernraum Schule wird erweitert. Die umfassende Vernetzung der Schulen baut auf dem Paderborner Bildungsnetz (PBBN) auf, das in Zusammenarbeit mit der Universität Paderborn entwickelt worden ist. Dabei werden freie Kupferadern des städtischen Ampelnetzes für eine breitbandige Vernetzung der Schulen genutzt die dadurch die Leitungskosten einsparen. Über eine schulinterne Vernetzung werden alle Klassenräume erschlossen. Die Geräteausstattung der Schulen folgt den Empfehlungen der Kultusministerkonferenz zur Ausstattung der Klassen 1 bis 6 mit Medienecken ergänzt um 16 Computerfachräume für die weiterführenden Schulen. Dabei werden auf der Basis des Sun@School Konzeptes besonders wartungsarme Endgeräte (Ultra Thin Clients) eingesetzt die gegenüber herkömmlichen PC-Systemen deutlich längere Standzeiten erreichen. Im Hintergrund verhindern große Server in jeder Schule Engpässe in Leistung und Datenplatz. Dieses technische Konzept bietet für die Stadt Paderborn enorme Einsparpotentiale bei der späteren Betreuung und Wartung der Geräte. Betreuung und Wartung werden komplett vom kommunalen Rechenzentrum (GKD Paderborn) übernommen um die Lehrenden zu entlasten. Der Computer ist dadurch nicht mehr Gegenstand des Unterrichts, sondern er wird zum selbstverständlichen Unterrichtswerkzeug. Leitender Ministerialrat Wolfgang Koch: „Diese Komplettabdeckung mit einer sehr innovativen Technik ist einzigartig in NRW.“ Mit der Lernstatt ist in Paderborn eine auf diesem Qualitätsniveau führende flächendeckende Infrastruktur aufgebaut worden. Begleitet wird die „Lernstatt Paderborn von einer Projektgruppe, in der Vertreter der Stadt Paderborn, des Rechenzentrums GKD, der Schulen und der Lehrerschaft, der Bezirksregierung Detmold, der Universität Paderborn und der Firma Sun Microsystems vertreten sind, um möglichst alle Anforderungen der unterschiedlichen Interessengruppen angemessen berücksichtigen zu können. Nähere Informationen im Internet unter: www.lernstatt-paderborn.de