Schadstoffaktionstag am Recyclinghof Driburger Straße
Abfalltrennung trägt Früchte
Viel war los am gemeinsamen Aktionstag des Abfallentsorgungs- und Stadtreinigungsbetrieb Paderborn - kurz ASP, der Verbraucherzentrale und der Firma Relum, der auf dem Recyclinghof Driburger Straße am vergangenen Freitag stattfand. Viele nutzten die Gelegenheit, sich rund um das Thema Schadstoffe zu informieren und brachten gleichzeitig Schadstoffe und Elektroschrott zur umweltgerechten Entsorgung mit. Als Dankeschön erhielt jeder dafür von den Mitarbeiterinnen der Verbraucherzentrale einen Apfel. Unter allen, die ihr neu gewonnenes Wissen vor Ort gleich im Schadstoff-Quiz unter Beweis stellen wollten, wurde von der ASP-Abfallberatung 20 Spiele "Leben in Paderborn" verlost. Werkleiter Reinhard Nolte: " Es freut mich, dass so viele Bürgerinnen und Bürger unsere Sonderaktion genutzt haben." Ein übervoller Anhänger mit Elektroschrott und über 500 Liter Schadstoffe kamen beim Aktionstag zusammen. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 111.000 Liter Schadstoffe, über 500.000 kg an Elektroschrott und über 7.900 Elektrogroßgeräte wie zum Beispiel Kühlgeräte und Waschmaschinen getrennt gesammelt. Fakten, die belegen, dass viele Paderborner auch heute schon sensibel mit schadstoffhaltigen Abfällen umgehen. Auch die Mitarbeiterinnen der Verbraucherzentrale freuten sich über diesen erfolgreichen Aktionstag. Mit dem Motto „Trennung trägt Früchte: Nahrung schützen – Sondermüll richtig entsorgen“, wurde anschaulich darauf hingewiesen werden, dass die giftigen Stoffe dieser Produkte, wenn sie nicht sachgerecht entsorgt werden, in die Umwelt gelangen und so letztendlich unsere Nahrung und damit unsere Gesundheit belasten. Vom Heimwerkerbedarf über Hobbyprodukte bis hin zu Gartenchemikalien: Produkte mit schädlichem Innenleben finden sich in jedem Haushalt. Die Mengen sind verhältnismäßig klein, doch ihre schädliche Wirkung auf die Umwelt ist groß. Schwermetalle, Altöl oder giftige Chemikalien, die über den Hausmüll in die Umwelt gelangen, können Pflanzen und Tiere schädigen und sich im Naturkreislauf anreichern. So stammt die größte Menge des krebserregenden Schwermetalls Cadmium im Hausmüll aus Nickel-Cadmium-Batterien, da nur rund ein Drittel der verbrauchten Akkus bisher sachgerecht entsorgt werden. Produkte mit schädlichen Inhaltsstoffen können Verbraucher oft an besonderen Warnhinweisen auf der Verpackung erkennen. So steht das Symbol „Toter Baum und Fisch„ für umweltgefährdende Stoffe, ein „Totenkopf„ auf der Verpackung weist auf Giftigkeit hin, eine durchgestrichene Mülltonne auf Altbatterien auf Schwermetalle. Solche Produkte müssen separat über Sondermüllannahmestellen entsorgt oder an den Handel zurückgegeben werden. Für alle, die an diesem Aktionstag nicht teilnehmen konnten, wurde vom ASP ein Broschüre "Giftig und ätzend" entwickelt, die kurz und knapp über den richtigen Umgang mit Schadstoffen informiert. Auch die Verbraucherzentrale in der Gruniger Straße 2 hält Informationsmaterial, auch zur Vermeidung von schädlichen Produkten, für Interessierte bereit. Bei allen weiterführenden Fragen stehen Manfred Kruschack von der ASP-Schadstoffberatung unter der Rufnummer 05251/ 88-17 02 oder die Mitarbeiterinnen der Umweltberatung der Verbraucherzentrale in Paderborn unter der Rufnummer 05251/28 17 42 zur Verfügung.