Bürgermeister Heinz Paus begrüßte I-Dötze

Stadt fördert Kinder mit Sprachproblemen

Den Tag werden die 42 Jungen und Mädchen der ersten Klasse an der Domschule wohl nicht vergessen. Nicht nur der Zuckertüte wegen, sondern auch, weil ihnen zu ihrer Einschulung Bürgermeister Heinz Paus gratulierte. Er wünschte ihnen, stellvertretend für alle I-Dötze in der Stadt, viel Spaß und Freude beim Lernen und eine guten Start in der neuen Umgebung. Dass die Erstklässler sehr willkommen sind, machten ihnen ihre Kollegen aus den höheren Klassen mit einem bunten Begrüßungsprogramm deutlich. "He ihr Neuen, wir freuen uns, Euch alle zu sehen", hieß es abschließend im Domschullied. Insgesamt werden in den städtischen Grundschulen zum neuen Schuljahr voraussichtlich 1.650 Kinder eingeschult. Von ihnen besuchen 70 Kinder Schulkindergärten und 90 wurden vorzeitig eingeschult. Nach der Anmeldung der Kinder zur Grundschule wurden in Zusammenarbeit mit den städtischen Tageseinrichtungen für Kinder Sprachkenntnisse überprüft. Daraufhin wurden insgesamt 378 Kinder mit Sprachproblemen von Februar bis Juli 2004 in städtischen Grundschulen und Tageseinrichtungen für Kinder besonders gefördert. Auch die Domschule hat sich an dieser Sprachförderung beteiligt. Teilgenommen haben sowohl Kinder mit Migrationshintergrund als auch deutsche Kinder. Sie konnten ihre Deutschkenntnisse zum Teil erheblich verbessern. Aus Sicht des Schulleiters Steffen Schmidt trägt dies zu einer besseren Integration in das erste Schuljahr bei. Der Anteil der Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund an der Domschule beträgt zwischen 10 und 15 Prozent, an anderen Grundschulen ist er noch höher. Von den fast 6400 Grundschülerinnen und Grundschüler in Paderborn sind etwa ein Fünftel Ausländer und Aussiedler. Die Stadt Paderborn hat auch aus diesem Grund ein städtisches Integrationsprogramm ins Leben gerufen. Im Bereich der Primarstufe ist in den nächsten Jahren nicht mit gravierenden Änderungen bei den Schülerzahlen zu rechnen.