Gelbe Säcke in Paderborn werden kontrolliert

Falsch befüllte Säcke bleiben liegen

In den nächsten Wochen werden die gelben Wertstoffsäcke, die in Paderborn zur Entsorgung an die Straße gelegt werden, von den Mitarbeitern des ASP etwas genauer unter die Lupe genommen. Falsch befüllte Säcke werden nicht entsorgt, sondern mit einem roten Hinweis-Aufkleber versehen und müssen vom Eigentümer nachsortiert werden. Mit dieser Maßnahme will der ASP, Abfallentsorgungs- und Stadtreinigungsbetrieb Paderborn, der zunehmenden Falschbefüllung der gelben Wertstoffsäcke mit Abfällen, die nicht hinein gehören, jetzt stärker entgegen wirken. Bis zu 48 % an Fremdstoffen befinden sich im gelben Sack, so alarmierte Anfang des Jahres das Land Nordrhein-Westfalen in seiner Abfallstatistik. Stv. ASP-Werkleiter Dietmar Regener: "In Paderborn wird dieser hohe Anteil sicher nicht erreicht, da überwiegend eine gute Sortierqualität vorherrscht. Trotzdem besteht auch hier Handlungsbedarf, da das Duale System Deutschland (DSD), das über den grünen Punkt die Sammlung und Verwertung der Verpackungsabfälle finanziert, die Anforderungen an die Sortierqualität deutlich erhöht und die Entgelte für diese Leistung ab dem nächsten Jahr drastisch reduzieren wird." Abfallberater Dirk Lohfink weiß aus 10-jähriger Erfahrung, dass den Bürgerinnen und Bürgern beim gelben Sack die richtige Sortierung immer noch schwer fällt. "Oft wird mit guter Absicht jeder Kunststoffabfall im gelben Sack gesammelt. Hinein gehören aber nur Verpackungen aus Kunststoff und Verbundstoff mit dem grünen Punkt". Nicht hinein gehören Fremdstoffe wie z.B. Kinderspielzeug, Baukunststoffe wie z.B. Styropor, Folie aus der Landwirtschaft und sonstige Gebrauchskunststoffe von der Abdeckplane bis zur Zahnbürste, die nach wie vor in die Restmülltonne gehören. Auch Speisereste und Babywindeln gehören nicht in die gelben Wertstoffsäcke. Diese Abfälle werden nicht wiederverwertet. Auf jedem gelben Sack ist zur genaueren Information eine Sortieranleitung aufgedruckt, weitergehenden Informationsbedarf decken gern die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ASP-Service-Centers (Tel. 05251 / 88-1710) und der Abfallberatung des ASP (05251 / 88 17-18).