Paderborn meldet
Erstmals über 140.000 Einwohner
Es ist geschafft: Ende Juli lag die Einwohnerzahl Paderborns erstmals über 140.000. Grund genug für Bürgermeister Heinz Paus, den 140 000. Einwohner willkommen zu heißen. Guilia Sciortino ist das Jubiläumskind. Ebenfalls begrüßt wurden der 139 999. Bürger, Adrian Tim, und die 140 001. Bürgerin, Lara Czaja mit ihren Müttern. Bürgermeister Heinz Paus sah die Ergebnisse der neuesten Untersuchungen des "Berlin Institut für Weltbevölkerung und globale Entwicklung" und der prognos AG Düsseldorf bestätigt. Diese nämlich bescheinigen dem Raum Paderborn gute Perspektiven für die Zukunft. Hier handele es sich um eine Wachstumsregion mit einem besonders hohen Anteil an Kindern und Jugendlichen, in der erstaunlicherweise ein Teil des Wachstums aus dem immer noch vorhandenen Geburtenüberschuss resultiert, so die Begründung. Die Bevölkerung der Stadt nahm Ende Juli um 190 Personen von 139.870 auf 140.060 Einwohner zu (Vormonat +108). Im Juli 2003 war die Zahl noch um 156 Personen zurückgegangen. Auch im Vergleich der letzten zwölf Jahre ist dies der zweithöchste Zuwachs in einem Juli. Der Abstand zum Vorjahresmonat liegt nun bei +860 Personen (Juni 2004: +514). Über die letzten fünfzehn Jahre gesehen hat sich das Bevölkerungswachstum zwar verlangsamt, es ist aber immer noch Wachstum, während viele andere Großstädte heute schon mit dem Schrumpfungsprozess zu kämpfen haben. Im Oktober 1989 wurden erstmals mehr als 120.000, im Oktober 1994 zum ersten Mal über 130.000 Einwohner gezählt. Lagen also zwischen diesen beiden „runden“ Zahlen fünf Jahre, so hat der nächste 10.000er Schritt jetzt fast zehn Jahre in Anspruch genommen. Auch für die Zukunft haben mehrere Institutionen für die Stadt und den Kreis Paderborn weiteren Bevölkerungszuwachs prognostiziert. Danach wird die Stadt Paderborn voraussichtlich bis 2015 weiter an Einwohnern gewinnen, in erster Linie durch Zuwanderung, aber bis etwa 2010 auch dadurch, dass die Geburtenzahl die Zahl der Sterbefälle übertrifft. Das positive Juli-Ergebnis geht zum größeren Teil auf die so genannten Wanderungen zurück. Dabei war die Zuzugszahl mit 577 Personen (Vormonat 502, Vorjahr 582) sogar die niedrigste in den letzten fünfzehn Jahren. Für die Zahl der 445 Fortzüge (Vormonat 420, Vorjahr 773) trifft allerdings das gleiche zu. Man muss schon bis 1989 zurückblicken um eine noch geringere Juli-Fortzugszahl zu finden (damals 439). Zusammen ergab sich daraus mit +132 Personen aber ein deutlich über dem Durchschnitt liegender Wanderungsgewinn (Vormonat +82, Vorjahr -191). Die "natürliche Bevölkerungsbewegung" steuerte den kleineren Beitrag zum positiven Ergebnis bei. Die Geburtenzahl von 146 Babys (Vormonat 117, Vorjahr 139) lag für einen Juli leicht über dem Durchschnitt. Die Zahl der 88 Sterbefälle (Vormonat 91, Vorjahr 104) traf dagegen genau den fünfjährigen Juli-Durchschnitt. Damit ergab sich aus beiden mit +58 Personen ein ebenfalls durchschnittlicher Geburtenüberschuss (Vormonat +26, Vorjahr +35). Unter den Stadtteilen profitierten vom Zuwachs der Einwohnerzahl vor allem die Kernstadt (+123), Schloß Neuhaus (+38), Sande (+22), Marienloh (+12) und Wewer (+10). Dagegen musste Elsen (-26) einen größeren Verlust hinnehmen. In den übrigen Ortsteilen gab es keine großen Veränderungen: Neuenbeken (+9), Dahl (+7) und Benhausen (-5). Des Weiteren wohnten Ende Juli 9.336 Personen mit Nebenwohnsitz Paderborn in der Stadt (Vorjahr: 8.774). Die Gesamtbevölkerungszahl liegt jetzt bei 149.396 Einwohnern.