Ein Stück Marinegeschichte
Buch der "Paderborn" für Paus
Als "schönes Andenken für die Stadt Paderborn" bezeichnete Bürgermeister Heinz Paus das jetzt erschienene Buch über das Minensuchboot "Paderborn". Fregattenkapitän Bernd A. Thöner übergab ihm ein Exemplar seines Buches. "Das Boot hat einen Beitrag zum Erhalt von Frieden und Freiheit geleistet und war damit Botschafter der Stadt Paderborn", so Paus. Zwischen der Stadt und der Besatzung der "Paderborn" bestanden enge Beziehungen. Schon 1958 bei der Indienststellung des Minensuchbootes übernahm der damalige Paderborner Bürgermeister Christoph Tölle die Patenschaft für das Boot und leistete das feierliche Versprechen, "sich immer um das Wohl des Schiffes und seiner Besatzung zu kümmern". Der 1988 gegründete Verein der Freunde und Förderer des Minensuchbootes Paderborn sorgte dafür, dass der intensive Austausch fortlebte. Regelmäßige Spenden der Besatzung für die Westfälische Schule für Blinde und Sehbehinderte, der auch der volle Erlös aus dem Verkauf des Buches zugute kommt, und zahlreiche Besuche der Besatzung in Paderborn zeigen die über viele Jahre gelebte Patenschaft. Fregattenkapitän Bernd A. Thöner war drei Jahre lang (1988 bis 1991) Kommandant des Bootes. Die "Paderborn" wurde nach ihrem 42jährigen Dienst in der deutschen Marine nach Südafrika verkauft und liegt jetzt im Hafen von Pretoria. Besonders der Einsatz am Persischen Golf 1991, bei dem irakische Minen geräumt werden mussten und den Bernd Thöner selbst miterlebt hat, wird im Buch lebendig geschildert. Die Geschichte der "Paderborn" ist aber nicht nur die Geschichte eines Bootes, seiner Einsätze, seiner Patenschaftsgeschichte und seiner technischen Wandlung. Ehemalige erzählen aus Ihrer Borddienstzeit und 'Patenstädtler' berichten von Erlebnissen mit dem Boot und seiner Besatzung. So ist Bernd A. Thöners Buch alles andere als die trockene Chronik eines Bootes. Das Buch kostet 15 Euro zuzüglich Versand. Es kann über Fregattenkapitän Bernd A. Thöner, Postfach 1391, Selfkant-Kaserne, 53503 Geilenkirchen, E-Mail: berndthoenerbundeswehrorg, bezogen werden.