Jugendamt der Stadt Paderborn irritiert

Vom Findelkind aus der Zeitung erfahren

Irritiert zeigt sich das Jugendamt der Stadt Paderborn über das Vorgehen im Zusammenhang mit dem Findelkind aus dem "Moses Baby Fenster" am Vincenzkrankenhaus. Als Träger der örtlichen Jugendhilfe und verantwortliche Vormundschaftsstelle hat das Amt davon erst zwei Tage, nachdem das Kind gefunden wurde, aus der Zeitung erfahren. Das Wohl des Kindes stehe an vorderster Stelle. Darum gelte es unbürokratisch und schnell die entsprechenden Maßnahmen einzuleiten, heißt es in der Mitteilung. Wenn dabei der Weg über die Öffentlichkeit statt über den dafür vorgesehenen Dienstweg gesucht werde, sei das wenig hilfreich. Das Jugendamt betont, dass ein öffentlicher Aufruf und Appell an die Eltern, sich zu melden, am sinnvollsten gewesen wäre. In Erfahrung zu bringen sei außerdem, ob das Kind einen Namen habe. Wenn dem Kind ein Name gegeben werden soll, könne das nur ein vorläufiger sein. Im Übrigen haben, wie Beigeordneter Wolfgang Walter sagt, die Schwestern im Krankenhaus dem Mädchen, in alter Tradition, schon einen Namen gegeben: sie haben es nach ihrem Ordensgründer „Paulina“ benannt. Eine endgültige Namensgebung sollte allerdings dem zukünftigen Vormund oder den Eltern vorbehalten sein.