Canossa-Ausstellung in Paderborn wird vorbereitet
Internationale Tagung
Zur Vorbereitung der großen kunst- und kulturhistorischen Mittelalterausstellung „Canossa – Erschütterung der Welt. Geschichte, Kunst und Kultur am Aufgang der Romanik“ 2006 in Paderborn findet vom 29. September bis 2. Oktober ein internationales Symposium statt. „Vom Umbruch zur Erneuerung? Das 11. und beginnende 12. Jahrhundert. Positionen der Forschung“ lautet das Thema der Tagung in Paderborn. 80 hochrangige Wissenschaftler verschiedener Fachdisziplinen aus den USA, Italien, Frankreich und Deutschland werden dazu erwartet. Veranstalter der Tagung sind die Ausstellungsgesellschaft Paderborn sowie das Institut zur Erforschung des Mittelalters und seines Nachwirkens (IEMAN) der Universität Paderborn. Ausgangspunkt des Symposiums sind die Auseinandersetzungen zwischen Herrscher und Papst, die sich an der Frage der Einsetzung der Bischöfe entzündet hatten und im Bannspruch des Papstes Gregors VII. und dem Bußgang des Königs Heinrich IV. nach Canossa kulminierten. Dies war jedoch nur ein Aspekt jener Epoche tief greifender Verunsicherungen und Umbrüche aber auch Neuanfänge und Reformen, die im 11. und frühen 12. Jahrhundert alle Bereiche der mittelalterlichen Gesellschaft erfassten. So debattieren die nach Paderborn eingeladenen Wissenschaftler nicht nur über sakrale Herrscher oder mächtige Päpste, sondern nehmen auch opponierende Fürsten, das Werden mittelalterlicher Städte und das Streben der Klöster nach geistlicher Reform in den Blick. Für alle an der Thematik Interessierten hält der bekannte Historiker Prof. Dr. Bernd Schneidmüller (Heidelberg) am Mittwoch, 29. September, um 20 Uhr einen öffentlichen Abendvortrag im Museum in der Kaiserpfalz mit dem Titel „Canossa und der harte Tod der Helden“. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen: Dr. Christiane Ruhmann Ausstellungsgesellschaft Paderborn Markt 17, 33098 Paderborn ruhmanncanossa2006de Tel. 05251/125-1400.