Großer Visionär mit Heimatliebe
Bürgermeister Heinz Paus legte am Grab von Heinz Nixdorf einen Kranz nieder
"Die Paderborner verneigen sich in hohem Respekt und tiefer Dankbarkeit vor der großen Lebensleistung. Sie sind stolz auf Heinz Nixdorf." Das sagte Bürgermeister Heinz Paus am Samstagvormittag am Grab des Paderborner Computer-Pioniers auf dem Waldfriedhof in Schloß Neuhaus. Dort hatten sich neben Renate Nixdorf, der Frau des 1986 verstorbenen Unternehmers, weitere Familienmitglieder, enge Freunde und Weggefährten zu einem stillen Gedenken eingefunden. Heinz Nixdorf wäre an diesem Tag 80 Jahre alt geworden. Das Stadtoberhaupt legte im Namen der Paderborner Bürgerinnen und Bürger einen Kranz nieder. Im Anschluss daran blickte er auf das Lebenswerk der großen deutschen Unternehmerpersönlichkeit zurück. Heinz Nixdorf sei Motor und Herz seines Unternehmens gewesen, ein Unternehmer mit sozialer Verantwortung, der an den Menschen in seinem Unternehmen und am Gemeinwohl interessiert war. "Er war seiner Heimatstadt in kritischer Solidarität verbunden. Ihr gab er durch das von ihm gegründete "Labor für Impulstechnik" den entscheidenden Impuls", so Paus. Als Menschen mit Heimatliebe, Westfalen durch und durch und großen Visionär lobte der Bürgermeister den Computer-Unternehmer. Heinz Nixdorf sei auch deshalb unvergessen, weil vieles von seinem großen Lebenswerk noch heute Stadt und Region prägt. Zwar existiere sein Unternehmen nicht mehr, aber mehr als 6000 Menschen hätten heute Arbeit und Brot in Unternehmen, die unmittelbar auf ihn zurückgehen. Die "Nixdorfer" seien eine bedeutende Größe für den Wirtschaftsstandort Paderborn. Mit seinem Drängen habe Heinz Nixdorf die Infrastruktur im Paderborner Raum mit dem Flughafen und der Autobahn weiterentwickelt. Der von ihm erbaute Ahorn-Sportpark sei auch nach 20 Jahren noch beispielgebend. Sein Vermögen wirke über die Stiftungen noch heute segensreich für die Stadt und die Region. Das Heinz Nixdorf MuseumsForum habe maßgeblich die Attraktivität Paderborns erhöht. Die Einrichtung besteche nicht nur als weltgrößtes Computermuseum, sondern auch als profilierte Tagungsstätte.