Ansiedlung und Vertreibung der Russlanddeutschen

Film Sonntag 11.30 Uhr im Marstall

"Vorbild und Sündenbock" ist der Titel des Dokumentarfilms von Rudolf Steineraus dem Jahr 1996, der am Sonntag, 28. August um 11.30 Uhr im Historischen Museum im Marstall im Rahmen des Ausstellungsprojektes "Auf Augenhöhe - Deutsche aus Russland zwischen Hoffnung und Vorurteil" gezeigt wird. In dem Film wird wird die Ansiedlung der Russlanddeutschen in Russland, die Blütezeit und die Vertreibungsgeschichte geschildert. Zwischen 1764-1914 - in drei großen Wellen - wanderten Deutsche aus Hessen und Rheinland, Danzig und Westpreußen, Baden, Württemberg, Elsaß, Pfalz, Rheinhessen und Bayr.-Schwaben nach Russland aus. Es wurden über 3000 Kolonien am Schwarzmeer (Ukraine) an der Wolga im Kaukasus und Wolhynien gegründet. Durch die deutschen Auswanderer erhielt Russland einen kulturellen, gewerblichen, industriellen, naturwissenschaftlichen und medizinischen Aufschwung, der sich auch in der Verwaltung und im Militärwesen niederschlug. Insgesamt waren über 35 000 Deutsche im Staats- und Militärdienst in Russland von Ende des 19. bis Anfang des 20. Jahrhunderts beschäftigt und prägten damit auch den russischen Staat. Mit dem Ausbruch des I. Weltkrieges ( 1914 -1918) begann die Zeit der Deportation und Vertreibung der Deutschen, die unter der Stalin-Tyranei ihren Höhepunkt fand. Zu der kostenlosen Filmvorführung im Historischen Museum im Marstall lädt das Kulturamt der Stadt Paderborn ein und macht darauf aufmerksam, dass auch museumspädagogische Programme im Marstall und im Museum für Stadtgeschichte, im Adam- und Eva- Haus, gebucht werden können. Führungen für Schüler- und Erwachsenengruppen zu den Öffnungszeiten im Museum im Marstall zum Thema „Historischer Hintergrund der Russlanddeutschen Aussiedler“ können gebucht werden bei: Frau Dr. Katharina Neufeld, Leiterin des Museums für russlanddeutsche Kulturgeschichte in Detmold Georgstr. 24, 32756 Detmold Tel: 0 52 31-92 16-26/ -22 museum-russlanddeutschet-onlinede www.russlanddeutsche.de und Frau Tamara Janzen (in Russisch und Deutsch), Projektmitarbeiterin in Monolith e. V. Netzwerk Aussiedler Salentinstr. 5, 33102 Paderborn, Büro „Monolith e. V.“ Tel.: 0 52 51-8 78 57 17 vorstandnetzwerk-monolithde www.netzwerk-monolith.de Im Museum für Stadtgeschichtge werden Führungen für Schüler- und Erwachsenengruppen dienstags, donnerstags und freitags jeweils um 9 und 11 Uhr nach Anmeldung angeboten, dienstagnachmittags auch um 15.30 Uhr. Anmeldungen sind unter 0 52 51-88 235 01 oder stadtmuseumpaderbornde während der Öffnungszeiten im Museum für Stadtgeschichte, Hathumarstraße, 7-9, 10-18 Uhr möglich.