Fürs Jubiläum Karten sichern

25. Paderborner Puppenspiele

Vorhang auf für die 25. Paderborner Puppenspielwochen. Vom 19. Februar bis 6. März trifft sich Deutschlands Puppenspiel-Elite wieder an der Pader. Wie groß das Interesse an den mehr als 20 Veranstaltungen ist, zeigt die Tatsache, dass die Jubiläumsveranstaltung am 23. Februar, die Voraufführung am 22. Februar und der Workshop für Erzieherinnen bereits ausverkauft sind. Wenn man mit dabei sein möchte, sollte man sich noch schnell die letzten Plätze sichern. Ein ausführliches Programm findet man im Internet unter "www.paderborn.de", in der Tourist-Information am Marienplatz, in den städtischen Bibliotheken sowie in der Buchhandlung Linnemann. Karten gibt es beim Paderborner Ticket-Center, Marieneplatz 2, 33098 Paderborn, Telefon: 05251 – 29975-0. Die Jubiläums-Puppenspiele sind kein reines Kinderspiel. Ein Drittel der Aufführungen ist für Erwachsene. Sie können sich zum Beispiel auf den „Freischütz“ unter musikalischer Leitung der Paderborner Kulturpreisträgerin Adelheid van der Kooi Wolf oder die szenische Lesung „Das Erbe des Puppenspielers“ freuen. Karten sind unter anderem noch zu haben für den „Berggeist Rübezahl“ am 21. Februar vom ‚Traditionellen Marionettentheater Dombrowsky’ mit ihrer fast 200jährigen Tradition als fahrende Puppenspieler. Modernes Theater mit alten Stoffen präsentieren das Theater Paradox und das Figurentheater Marotte mit „Vom Fischer und seiner Frau“ am 25. Februar oder das Kobalt Theater Berlin mit „Der süße Brei“ am 2. März. Das Tandera Theater aus Schleswig-Holstein spielt dagegen am 24. und 25. Februar abends eine wahre Geschichte aus dem KZ Ravensbrück, wo Frauen für die Kinder im Lager heimlich eine Weihnachtsfeier organisierten: „1944 – Es war einmal ein Drache“. Natürlich warten auch die Lokalmatadoren bei den Jubiläums-Puppenspielwochen mit Premieren für Groß und Klein auf. Auch dafür sind noch Karten zu haben. Nelo Thies spielt am 26. Februar für Erwachsene zusammen mit Richard Köhler (Saxophon) und Arba Namjun (orientalischer Tanz) erstmals die berühmte Geschichte von den „Rätseln der Turandocht“. Für die Kleinen bringt Nelo Thies neue Episoden aus ihrer „Minifee“-Serie (für Kinder ab 2 (6. März) und ihrer „Hasi“-Serie für Kinder ab1 Jahr (20. Februar). Robert Husemann hebt am 4. März seinen Märchenabend für die ganze Familie „Die neuen Kleider des Kaisers“ aus der Taufe. Seine Spezialität sind Paderborner Stoffe, die er in einer Schaufensterausstellung in der Buchhandlung Linnemann vorstellt, aber auch in dem Stück „Das Geheimnis der alten Kaffeemühle“ (26. Februar), das sich um den Paderborner Kaffeelärm von 1781 dreht, in Husemanns Version natürlich mit Kasper, der auch in all seinen weiteren Stücken von „Faust“ bis „Bobby hat Bauchweh“ die Hauptrolle spielt. Für den 19. Februar, 16.00 Uhr („Kasper kauft ein Haus“) meldet auch er „ausverkauft“ und setzt darum eine zusätzliche Vorstellung um 14.30 Uhr am selben Tag an. Ihm hat sich auch das Paderborner Urgestein Uwe Natus verschrieben, der am 28. Februar „Kasper und das liebe Krokodil“ beisteuert. Begonnen hatte alles mit dem UNESCO-„Jahr des Kindes“ 1979. In diesem Rahmen fanden in Paderborn erstmals eine große Reihe verschiedener Puppenspiel-Aufführungen und eine Ausstellung statt. Daraus entwickelten sich die Paderborner Puppenspielwochen, die seit der dritten Auflage 1983 jährlich stattfinden. Aufführungsorte waren zuerst die Städtische Galerie Am Abdinghof, dann fast ausschließlich die PaderHalle, in den 90er Jahren immer mehr in andere Sälen (MultiCult, Amalthea, Audienzsaal und andere), zuletzt vor allem die Kulturwerkstatt. Auch die ganz großen Namen der Szene waren schon da, u.a. zweimal (1990 und 2003) der australische Puppenspiel-Superstar Neville Tranter, der auf keinem der großen Festivals fehlt. Eine Würdigung erfährt das Festival in der Jubiläumsveranstaltung am 23. Februar, zu der auch der Präsident der deutschen Sektion der UNIMA (Union Internationale de la Marionette), Stephan Schlafke, beitragen wird.