Neubau und keine Sanierung
Arbeitsgruppe Rolandsbad empfiehlt
Die Sanierung des Rolandsbades im vorhandenen Beckenbestand soll nicht weiter verfolgt werden. Grundlage des weiteren Verfahrens ist die Modernisierung des Architekturbüros Bremer+Bremer. Diese einstimmige Empfehlung gab die Arbeitsgruppe Rolandsbad Paderborn dem Werksausschuss Bäderbetrieb und dem Rat. In der Sitzung am Freitag, 11. Februar, stimmten Vertreter des Rates, des Vereins "Rettet das Rolandsbad" wie auch die Anwohner für diese Lösung. Das teilt die Stadt Paderborn in einer Erklärung mit. Die Arbeitsgruppe empfahl den Gremien des Rates, die bisherigen Wasserflächen in der Neubauplanung zu erhalten sowie das Lehrschwimmbecken mit vorzusehen. Dagegen spricht jedoch die bisher festgelegte Reduzierung der Kosten für den Neubau auf 6,2 Millionen Euro. Da bisher kein Betreiber gefunden wurde, ist davon auszugehen, dass eine Eishalle am Rolandsbad nicht zu realisieren ist, so die Information die Beigeordneter Wolfgang Walter, der die Arbeitsgruppe leitet, den Mitglieder gab. Die etwa 7,3 Millionen Euro teure Sanierung sah vor, eine 224 Meter lange Lärmschutzmauer in unmittelbarer Nähe der Becken zu errichten. Außerdem sollte am verkleinerten Nichtschwimmerbecken (um 400 Quadratmeter) ein drei Meter hoher Erdwall den Lärm johlender Kinder aufhalten. Zudem sollte der 10 Meter Sprungturm mit einer Plexiglashülle umgeben werden, um auch hier den Lärm zu mindern. Durch die lange Lärmschutzmauer, die etwa 20 bis 30 Meter von der Grundstücksgrenze entfernt das Bad teilt, werde der gewollte Parkcharakter verloren gehen, war ein Argument, das gegen diese Sanierung sprach. Die Neubauplanung sieht einen intelligten Lärmschutz vor. Die Becken und Gebäude werden so gelegt, dass der Lärm abgeschirmt wird. So ist es möglich auf eine sonst erforderliche Lärmschutzwand oder einen großen Lärmschutzwall zu verzichten. Die neue Planung sieht eine Wasserfläche von etwa 2000 Quadratmetern vor. Das sind etwa 760 Quadratmeter weniger als bisher. Allerdings werden die baulichen Voraussetzungen für ein später zu realisierendes Lehrschwimmbecken geschaffen. Die Empfehlung der Arbeitsgruppe wird jetzt in den Fraktionen des Rates beraten und dann im Werksausschuss Bäderbetrieb und im Rat abschließend behandelt.