Zeitgenössische Kunst erst 2007
Stadt und Kuratorin sehen hervorragende Chance
Von Mai bis August 2007 ist die Ausstellung mit zeitgenössischer Kunst im öffentlichen Raum in Paderborn vorgesehen. Sie sollte ursprünglich im nächsten Jahr begleitend zur Canossa-Ausstellung stattfinden sollte. Das teilt die Stadt in einer Presseerklärung mit. Kulturdezernent Wolfgang Walter und Kuratorin Ingrid Raschke-Stuwe gaben ihrer Hoffnung Ausdruck, dass sich 2007 alle Kräfte auf dieses Projekt konzentrieren. Die für 2006 im städtischen Haushalt vorgesehenen Mittel stünden auch 2007 bereit, so Walter. Darüber hinaus wolle man durch Drittmittel und Stiftungsgelder das Projekt unterstützen. Ebenso wichtig wie erfreulich sei es, dass der Erzbischof Offenheit und infrastrukturelle Hilfe seitens der Kirche signalisiert habe. Man hoffe, auch darüber hinaus eine breite Unterstützung zu finden. Walter zeigte sich erfreut, dass die Kuratorin und ihr Team auch unter den veränderten Rahmenbedingungen zum Projekt stehen. „Das war keineswegs selbstverständlich“, betonte er, „da die Beteiligten auch andernorts gefragte Ausstellungsmacher sind und sich in der gesamten Planung auf 2006 eingestellt hatten.“ Änderungen des Konzepts angesichts der nunmehr wegfallenden Parallelität zur historischen Ausstellung seien jedoch unumgänglich, so die Kuratorin Ingrid Raschke-Stuwe. Insbesondere der Zeitplan im Hinblick auf die Veröffentlichung einer Künstlerliste verschiebe sich. Inhaltlich müsse die Ausstellung womöglich noch schärfer konturiert werden. Da der öffentliche Raum in Paderborn sehr stark von dem Aufeinandertreffen sakraler und profaner Bereiche bestimmt sei und besonders unter diesem Aspekt spannende Orte für ein „Public-Art“-Projekt biete, werde dies bei der inhaltlichen Ausrichtung eine wichtige Rolle spielen. Dadurch habe man eine hervorragende Chance, im Jahr 2007 zwischen der documenta in Kassel und der Skulpturenausstellung in Münster einen Akzent zu setzen.