Paderborn recycelt vorbildlich

Der ASP zieht abfallwirtschaftlich Bilanz - Gebühren 50 Prozent unter Bundesdurchschnitt

Die Paderbornerinnen und Paderborner sind im Recycling weiterhin sehr vorbildlich. Das beweist die Recyclingquote von 65 Prozent im letzten Jahr. Im Stadtgebiet werden fast zwei Drittel aller Abfälle über die Wertstoffsammelsysteme wie Biotonne, Papiertonne, gelber Sack und über die Recyclingstellen und Recyclinghöfe getrennt gesammelt und können dadurch wieder in den Stoffkreislauf zurückgeführt werden. Nur ein Drittel beziehungsweise 155 Kilogramm pro Einwohner und Jahr wurden über die Restmülltonne oder als Sperrmüll an der Deponie angeliefert. „Die Recyclingquote liegt seit vielen Jahren stabil auf hohem Niveau“, bewertet Mechthild Hopmeier, Abfallberaterin des ASP, die Zahlen. „Das beweist, dass den Menschen die getrennte Wertstoffsammlung in Paderborn zu einer sinnvollen Gewohnheit geworden ist.“ Tendenzen seien dabei in einigen Bereichen erkennbar, wie zum Beispiel der Rückgang von Glas (-20 Prozent) und Dosen (-32 Prozent) seit der am 1. Januar 2003 geltenden Pfandpflicht für viele Einweggetränkeverpackungen. Ein Wachstum ist dagegen bei den Bioabfällen zu verzeichnen, wobei vor allem die Anlieferungen an den Recyclinghöfen zunehmen. Ein Zuwachs ist auch im Bereich Elektroschrott zu beobachten. Hier liegen die Paderborner heute mit 4,64 Kilogramm pro Einwohner schon über der Menge, die im zukünftigen Elektro- und Elektronikgerätegesetz ab 2006 vorgeschrieben sein wird (4 Kilogramm/Einwohner/Jahr). Ausschlaggebend ist hierfür die in Paderborn überwiegend kostenlose Nutzung der Recyclinghöfe. Im bundesweiten ökonomischen Vergleich, dem sich der ASP zum 4. Mal stellt, bewegen sich die Kosten auf sehr niedrigem, die Leistungen hingegen auf sehr hohem Niveau. Für die Paderborner Bürgerinnen und Bürger heißt das zum Beispiel relativ niedrige Gebühren für die Abfallentsorgung. Diese liegen etwa 50 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt.