Probleme noch nicht gelöst

Paderborner Stadtverwaltung zum Stadionneubau

"Der Eindruck, dass bis auf letzte Kleinigkeiten alles auf den Weg gebracht ist, geht an den Realitäten vorbei". Das sagt Sportdezernent Wolfgang Walter zu entsprechenden Äußerungen von Verantwortlichen des SC Paderborn im Hinblick auf den Planungsstand für das neue Stadion am Hoppenhof. Der städtische Beigeordnete, der das Projekt in der Paderborner Stadtverwaltung leitet, warnt vor zu großer Euphorie. Es seien noch entscheidende Probleme zu lösen. Der SC Paderborn habe bisher weder einen entsprechenden Nachweis für die erforderlichen Parkplätze noch ein Konzept für den öffentlichen Personennahverkehr vorgelegt. Problematisch stelle sich nach wie vor die Grundstücksfrage dar. Ursprünglich habe der SC die Aufgabe übernommen, dieses Problem zu lösen. Da dies scheiterte, habe die Stadt ihre Hilfe angeboten. "Wir stehen hier in außerordentlich schwierigen Verhandlungen", so Walter. Von einer bevorstehenden Einigung über das Grundstück zu reden, hält Walter für Zweckoptimismus. Realismus und Augenmaß seien jedoch dringend von Nöten. Walter schließt nicht aus, dass gegebenenfalls wieder über Alternativstandorte für das neue Stadion nachgedacht werden müsse. Die Stadt Paderborn stehe hinter dem Stadionprojekt. Deshalb engagiere man sich mit großem Aufwand. Ob Stadtplanung, Kämmerei, Sport, Liegenschaften - eine ganze Reihe von Fachleuten suche hier nach Lösungen. Diesem ernsthaften und engagierten Arbeiten seien die immer neuen und wenig realistischen Ankündigungen möglicher Spatenstich-Termine wenig hilfreich. Beigeordneter Wolfgang Walter wird am kommenden Dienstag den Sportausschuss im Detail über den Stand der Dinge informieren. Am Vormittag wird ein weiteres Gespräch mit SCP-Verantwortlichen bei Bürgermeister Heinz Paus stattfinden.