Gespräche im Gange
Mögliche Verlegung der Zeitgenössischen Kunstausstellung zum "Canossa-Projekt"
Von Seiten der Kirche, des Landschaftsverbandes, und der beiden Mitgeschäftsführer der Canossa-Ausstellung sowie aus Kreisen der Wissenschaftler, die die historische Ausstellung fachlich begleiten, sind der Stadt ernstzunehmende Bedenken wegen der gleichzeitigen Durchführung der historischen und der zeitgenössischen Ausstellung vorgetragen worden. Bürgermeister Heinz Paus und der städtische Kulturdezernent Wolfgang Walter haben diese Hinweise zum Anlass genommen, mit dem Kulturausschussvorsitzenden Josef Hackfort und seinem Stellvertreter Joseph Vögele die Thematik in einem ausführlichen gemeinsamen Gespräch zu erörtern. Bedenken bestehen im Hinblick auf organisatorische Probleme, Fragen des Einsatzes von Ressourcen, der öffentlichen Wahrnehmung und der optimalen Vermarktung sowie marketingrelevanter Aspekte. Mit den Kulturpolitikern habe man sich darauf verständigt, in weiteren Gesprächen mit den Partnern die Vorbehalte zu diskutieren und nach Lösungen zu suchen. Bis heute seien die Gespräche und Überlegungen noch nicht zu einem Abschluss gekommen. Man habe ein erstes Gespräch mit der Bistumsleitung geführt und darüber die stellvertretenden Bürgermeister Hackfort und Vögele vertraulich informiert. Ein weiteres Gespräch mit dem Kulturdezernenten des Landschaftsverbandes sowie mit der Kuratorin der zeitgenössischen Ausstellung stünden noch aus, heißt es in der Pressemitteilung der Stadt Paderborn. Bürgermeister Heinz Paus und Beigeordneter Wolfgang Walter weisen darauf hin, dass noch keine abschließende Entscheidung getroffen sei. "Wir halten uns auch in diesem Fall an die parlamentarischen Regeln und werden den Gremien des Rates nach Abschluss der Gespräche einen Vorschlag unterbreiten", so Bürgermeister Heinz Paus. "Ziel muss es sein", so Paus weiter, "eine herausragende attraktive Veranstaltung zu präsentieren, die an den überwältigenden Erfolg der Karolinger-Ausstellung 1999 anknüpft, gleichzeitig aber auch die Voraussetzungen für eine überregional ausstrahlende Präsentation zeitgenössischer Kunst in Paderborn zu schaffen."