Paderborner Tapeten-Geschichten

Museum für Stadtgeschichte auf der Suche

„In meinem Zimmer sind Tapeten, die mich schon sechs Tage in Erstaunen versetzen“, schrieb Johann Wolfgang von Goethe 1816. Die Verwunderung Goethes über Wandschmuck aus Papier ist heute geradezu unverständlich beim Anblick ornamentloser und zumeist weiß gestrichener Wände. Doch lange reagierte die Tapete unmittelbar auf die sich ändernden Stile und Moden und war ein feststehendes Element der Innenraumgestaltung. Das Museum für Stadtgeschichte zeigt in der Ausstellung „Die Rolle der Tapete“ ab dem 6. März Objekte von Brigitta Knoche und Judith Steinheider vom Fachbereich Kunst der Universität Paderborn. Die Kunststudentinnen haben sich in ihrer ästhetischen Forschung dem Gegenstand „Tapete“ mit verschiedenen künstlerischen Mitteln genähert. Ein Teil beinhaltet die Tapeten-Vorliebe der Paderborner Bürger. Hierfür sucht das Museum noch nach Informationen: Wer kann seine Geschichte zur eigenen Tapete erzählen, wer kann Photos oder gar Tapetenreste aus den eigenen vier Wänden für die Dauer der Ausstellung bis zum 5. Juni zur Verfügung stellen ? Die „Tapeten-Geschichten“, Photos und Dokumente können bei der Museumsinformation im Adam und Eva-Haus abgegeben werden. Öffnungszeiten: täglich, außer montags, von 10-18 Uhr.