Apokalyptische Zeit begann
Gedenken am Mahnmal Busdorfwall
"Heute vor 60 Jahren genau um 12.24 Uhr begann eine apokalyptische Zeit für Paderborn, die schlimmste Katastrophe der über 1200jährigen Stadtgeschichte." Mit diesen Worten eröffnete Bürgermeister Heinz Paus am Montag, 17. Januar, die Gedenkfeier für die Bombenopfer am Mahnmal Busdorfwall. Der Bürgermeister erinnerte dabei an das ganze Ausmaß der Luftangriffe auf die Stadt. Über 200 Luftminen, fast 11.000 Sprengbomben, mehr als 92.000 Brandbomben, fast 900 Tote sei das erschütternde Ergebnis des Infernos gewesen. Eines Infernos, das die schlimme Konsequenz eines verbrecherischen Regimes gewesen sei, das Freiheit und Menschenrechte mit Füßen trat und einen Weltkrieg entfesselte. Die Gedenkfeier gestalteten Schülerinnen und Schüler des Goerdeler Gymnasiums. Die Bläserklasse 6b sorgte für die musikalische Umrahmung der Veranstaltung, an der etwa 300 Paderbornerinnen und Paderborner teilnahmen. Eine Projektgruppe mit Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 11 und 12 erinnerte mit Fotos, Gedichten und Liedern an das Geschehen vor 60 Jahren. Die Stadt Paderborn gedenkt mit einer Reihe Veranstaltungen der verheerenden Luftangriffe am Ende des zweiten Weltkrieges. Außerdem sind insgesamt 16 Bildtafeln an markanten Gebäuden aufgestellt worden. Neben einem aktuellen Foto ist darauf auch ein Archivbild zu sehen, das das Ausmaß der Zerstörung deutlich macht. Nach der Gedenkfeier lud Bürgermeister Heinz Paus zu einem Rundgang ein, bei dem einzelne Bildtafeln besichtigt wurden. Beim abschließenden Empfang im Paderborner Rathaus ermunterte Heinz Paus Zeitzeugen, über ihre Erfahrungen in den geplanten Veranstaltungen zu berichten. Interessenten sollten sich bei Rolf-Dietrich Müller, Leiter des Paderborner Stadtarchivs, melden.