Ausstellung "Gewalt gegen Frauen"
Vom 28. Februar bis 12. März
„Gewalt gegen Frauen“ heißt eine Ausstellung, die vom 28. Februar bis zum 12. März im Einwohneramt der Stadt am Marienplatz und in der Stadtbibliothek, Am Rothoborn zu sehen ist. Der Eintritt ist frei. Die Gleichstellungsstelle der Stadt Paderborn und der Paderborner Arbeitskreis „Gewalt gegen Frauen“ haben diese Exposition zusammengestellt. Bürgermeister Heinz Paus hat die Schirmherrschaft übernommen. Zu sehen sind Tafeln, auf denen sich 29 Prominente aus Stadt und Kreis Paderborn zum Thema äußern. Bei der Auseinandersetzung damit haben sie ihren Blick geschärft und deutlich gemacht, wo ihnen im Alltag Gewalt gegen Frauen begegnet. „Die Ausstellung soll aufmerksam machen, zur Diskussion anregen und den Boden für Änderungen bereiten“, so Astrid Freitag von der Gleichstellungsstelle. Ziel sei es, ein Klima zu erzeugen, in dem die Männergewalt an Frauen wahrgenommen und geächtet werde. Die alltägliche Gewalt gegen Frauen sei vielschichtig. Blöde Sprüche von Schulkameraden, Anzüglichkeiten im Büro, Alt-Herrenwitze am Stammtisch, Grapschereien im Gedränge, Angst vor Überfällen in dunklen Ecken, sexistische Werbung im Straßenbild, reißerische Berichterstattung in den Medien, verbale Attacken, pauschale Herabsetzung von Mädchen und Frauen, Prügel, Vergewaltigung, Missbrauch, psychische Misshandlung, Isolation, Inzest, Beschneidung, Schönheitswahn sowie Ungleichbehandlung von Mann und Frau – seien dafür nur einige Beispiele.