Parallel nicht zu händeln
Zeitgenössische Kunstausstellung und historisiche Canossa-Ausstellung
Die historische Canossa-Ausstellung und die zeitgenössische Kunstausstellung sind parallel nicht zu händeln. Darauf weist Beigeordneter Wolfgang Walter hin. Es habe nicht nur von Seiten der Kirche, sondern auch vom Landschaftsverband und von den beiden Mitgeschäftsführern der Canossa-Ausstellung sowie aus Kreisen der Wissenschaftler, die die historische Ausstellung betreuen, ernstzunehmende Bedenken wegen der gleichzeitigen Durchführung im kommenden Jahr gegeben. "Wer hier als Gründe massive katholische Einflussnahme und mittelalterliches Machtgebaren der Kirche anführt, bediene nur bekannte Klischees, verschließe vor den eigentlichen Gründen jedoch die Augen", so Walter angesichts der Kritik von Bündnis 90/Die Grünen. Bedenken, beides gleichzeitig durchzuführen, habe es seit längerem gegeben. Organisatorische Probleme, Fragen des Einsatzes von Ressourcen, der öffentlichen Wahrnehmung und der optimalen Vermarktung sowie marketingrelevante Aspekte seien Fakten, die mit markigen Worten nicht einfach vom Tisch gewischt werden dürften. Walter, der dem Kulturausschuss am 2. Februar einen entsprechenden Vorschlag zur Entzerrung der beiden Ausstellungen vorlegen wird, sieht darin Vorteile: "Die Retrospektive moderner Kunst wird deutlich aufgewertet, da sie nicht als Anhängsel der historischen Ausstellung betrachtet wird". .