Insgesamt 14 Kunstausstellungen
Integrationsprojekt "Auf Augenhöhe"
Insgesamt 14 Kunstausstellungen werden im Rahmen des städtischen Ausstellungsprojekts: „Auf Augenhöhe. Deutsche aus Russland zwischen Hoffnung und Vorurteil“ vom 15. Juli bis zum 30. Oktober eröffnet. Am Samstag, 16. Juli, findet um 17 Uhr in der Kulturwerkstatt die erste Vernissage der Serie statt. Wladimir Prib, im kasachischen Karaganda geboren und heute beheimatet am Prenzlauer Berg in Berlin, stellt seine Arbeiten unter dem Titel „Auf den Fußspitzen“ vor. Der Künstler Wladimir Prib lässt sich nicht gerne in eine Schublade packen. Die Bildfläche ist für ihn so etwas wie ein alter Spiegel oder eine alte Mauer, sie birgt Wissen, Grundwissen und Geheimnisse in sich. Diese „Spiegel“ fordern den Künstler heraus, sich ihnen mit Geduld zu nähern, zu lauschen, ihre ihnen innewohnenden Zeichen zu entschlüsseln. Diese Deutungen wiederum bringt er auf die Bildfläche. Am liebsten zeichnet der Künstler indem er kratzt. Dies erschien ihm als einer der urtümlichsten Arten des Suchens und Aufdeckens. Kratzer, Felder, Farben verdichten sich als Spuren und werden wiederum Zeichen. „Die Fläche erwacht, entfaltet sich, wird selbständig und lässt mich zurück“, beschreibt Wladimir Prib den schöpferischen Vorgang. Seine geometrischen Arbeiten sind immer auch Beschäftigungen mit dem Phänomen Zeit. Der gelernte Architekt und Anhänger der Zen-Philosophie wird am Samstag selbst in die Ausstellung einführen. Im Anschluss daran findet um 17.30 Uhr im kleinen Studioraum der Kulturwerkstatt eine Lesung des „Literaturkreises der Deutschen aus Russland“ statt. Es lesen :Agnes Giesbrecht, Viktor Heinz, Edmund Mater und Anatoli Steiger. Die Autoren widmen sich dem Projekt: „Das Eigene und das Fremde kennen lernen“. Lesungen sind ein wichtiger Bestandteil von Integration. Die in Russland lange Zeit unterdrückte deutsche Literatur setzt sich heute vielfach mit der Kindheit in Russland auseinander, aber auch mit der Geschichte der Übersiedlung und des neuen Lebens in Deutschland. In der Kulturwerkstatt bietet sich auch Lehrern die Gelegenheit, die Autoren persönlich kennen zu lernen, um sie eventuell zu einer Lesung an Ihrer Schule einzuladen. Bei Interesse an einer Schullesung wenden Sie sich an Anneliese Osterholz, Tel. 05251/881043 oder direkt an Edmund Mater, Tel. 05251-2024576.