Neue Brücke mit Superlativen

Mehr als 250 Tonnen Stahl verbaut

"Einfeldbauwerk, längs beschränkt vorgespannt". So beschreibt der Fachmann die Bauwerksart und das System der neuen Brücke am Dr.-Rörig-Damm. Die acht Spannbetonfertigteilträger überspannen die Gleisanlagen auf dem Nordbahnhof mit einer lichten Weite von fast 34 Metern. Die Brücke ist 18,5 Meter breit und damit 8,5 Meter breiter als die fast 100jährige Vorgängerin. Die Superlative des Bauwerks stecken eher im Inneren: Mehr als 2.500 Kubikmeter Beton, das entspricht in etwa einem 50 Meter Schwimmbecken mit zehn Bahnen, waren für das Bauwerk notwendig. Darin stecken fast 260 Tonnen an Beton- und Spannstahl. Für die neue Brücke mussten 9.500 Kubikmeter Boden ausgebaut und an der Mährenstraße zwischengelagert werden. Etwa 12.000 Kubikmeter Boden wurden nach Fertigstellung der neuen Brücke wieder eingebaut. Mehr als 5.200 Quadratmeter Fahrbahnfläche und 2.700 Quadratmeter Pflasterfläche machen deutlich, dass es sich mit der Brücke und den neuen Auf- und Abfahrten um eine große Fläche handelt. Dass die Brücke am Dr.-Rörig-Damm eine wichtige Verbindung zwischen Stadtheide und Stadtzentrum ist, zeigen folgende Zahlen. Auf der Nordstraße verkehren täglich etwa 15.600 Autos, auf dem Löffelmannweg sind es 16.600 und auf dem Dr.-Rörig-Damm wurden 8.300 Fahrzeuge gezählt. Die Brücke ist aber nicht nur für den motorisierten Verkehr von Bedeutung. Fast 300 Radfahrer nur vormittags belegen, wie wichtig und richtig es war, das Bauwerk vor allem für diesen Verkehr mit Spuren auf beiden Seiten auszubauen. Doch nicht nur die Brücke wurde neu gebaut. Die Nordstraße wurde von der Fußgängerampel Greitelerweg/Tegelweg bis zur Einmündung des Dr.-Rörig-Damms/Löffelmannweg verbreitert. Auf der Seite zum Nordbahnhof wurden einseitig hinter der neuen Bord- und Rinnenanlage gepflasterte Rad- und Gehwege angelegt. Auf der Seite zum Tegelweg wird ein Radfahrstreifen auf dem Asphalt gekennzeichnet. Der Dr.-Rörig-Damm wurde auf dem Abschnitt von der Nordstraße/Löffelmannweg bis zur Einmündung Rotheweg komplett neu ausgebaut. Wichtig: Der 1,50 Meter breite Radweg ist durch einen halben Meter breiten Sicherheitsstreifen bzw. den vorhandenen Grünstreifen zur Fahrbahn abgegrenzt. Die ebenfalls 1,50 Meter breiten Gehwege sind mit einem hellen Markierungsstreifen zum Radweg angelegt. Außerdem ist die Bushaltestelle Rotheweg umgebaut worden. Besondere Profilbordsteine erleichtern das Ein- und Aussteigen.