Schüler setzten sich für das Leben ein
Stadt Paderborn verlieh erstmalig Jugendpreis
Den erstmalig verliehenen Jugendpreis der Stadt Paderborn konnten die Schülervertretungen der Berufskollegs Ludwig-Erhard, Helene Weber und Richard-von-Weizäcker in Empfang nehmen. Die Schüler erhielten die Auszeichnung am Freitagabend im Rathaus für ihre Typisierungsaktion zur Lebensspende für leukämiekranke Patienten. Das Projekt hatten die jungen Leute in Eigenregie abgewickelt. Unterstützt wurden sie dabei vom Verein für das krebskranke Kind und vom Förderverein des Richard-Weizäcker-Berufskollegs. Die Typisierungsaktion stieß auf eine Riesenresonanz. Mit 2314 neuen Lebensspendern war es die wahrscheinlich weltweit größte Typisierung in einer Schule. Zweite Preise gingen an die Pfarrjugend St. Dionysius für die Idee des Waffeltaxis und eines umgehend eingerichteten Cafes. Die Erlöse daraus wurden für die Flutopfer in Südostasien gespendet. Einen zweiten Platz erreichten auch die Heide-Kids-Mädels und Girls des SV Heide, die die Einnahmen aus Tanzaufführungen für behinderte Kinder in Paderborns polnischer Partnerstadt Przemysl spendeten. Ein zweiter Preis ging außerdem noch an die Paderborner Ortsgruppe der DLRG-Jugend. Gewürdigt wurden damit die Aktivitäten im Rahmen der Jugendarbeit, wie beispielsweise die Schwimm- und Rettungsschwimmerausbildung sowie Betreuungs- und Sicherungsaufgaben bei Veranstaltungen. Insgesamt lagen neun Bewerbungen vor. "Die Geehrten haben mit ihrem Einsatz eindrucksvoll bewiesen, dass junge Leute ihre Verantwortung in der Gesellschaft erkannt haben", würdigte der Laudator Regierungsschuldirektor Helmut Zumbrock von der Bezirksregierung Detmold das Engagement der Schülervertretungen. Die Stadt Paderborn erkennt mit diesem Jugendpreis den tatkräftigen Einsatz von jungen Ehrenamtlichen in den verschiedenen Vereinen, Gruppen und Institutionen an. Der „Jugendpreis“ zeichnet Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene einzeln oder als Gruppe für vorbildliches soziales, kulturelles oder sportliches Engagement aus. "Wir wollen mit diesem Preis das Ehrenamt stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken", so Bürgermeister Heinz Paus. Damit werde bisher Geleistetes anerkannt und gewürdigt werden. Eine Jury mit Mitgliedern des Jugendhilfeausschuss der Stadt und weiterer in der Jugendarbeit tätigen Vereine und Institutionen, hatte die Entscheidung über den Jugendpreis getroffen. Dank des Sponsors - der Bank für Kirche und Caritas eG - waren die zweiten Preise jeweils mit 200 Euro und der erste Preis mit 400 Euro dotiert.