Deutsch-bosnischer Schüleraustausch

Empfang im Rathaus

Bürgermeister Heinz Paus begrüßte Schülerinnen und Schüler der elften und zwölften Klasse der Gesamtschule Elsen mit ihren Austauschschülerinnen und –schülern des ersten Gymnasiums in Sarajevo und den begleitenden Lehrern Achim Hoelscher, Roswitha von Schwartzenberg und der stellvertretenden Schulleiterin Andrea Reck bei einem Empfang im Rathaus. Den Austausch, der seit der Zeit des Bürgerkrieges im damaligen Jugoslawien 1993 besteht, gestalten die Jugendlichen mit gemeinsamen Projekten. Bei einem ersten Besuch 2001 der Schülergruppe aus Paderborn in Sarajevo erarbeitete man zusammen das Thema „Heimat – wo, wie und mit wem ich lebe“, das von der Robert-Bosch-Stiftung im Rahmen des Programms „Junge Wege in Europa“ als förderungswürdig ausgewählt wurde. Zur Förderung wählte die Robert-Bosch-Stiftung auch das neue Projekt „Heimat – entdecken, gewinnen, verlieren und gestalten“ des aktuellen Austausches aus, das außerdem von der Paderborner Firma Fujitsu Siemens Computers mit Sachmitteln unterstützt wird. Während die Paderborner Schülerinnen und Schüler bei ihrem Besuch in Sarajevo Zeitzeugen zweier bedeutender Ereignisse für die Stadt, die Olympischen Spiele von 1984 und die Wiedergewinnung von Freiheit und Unabhängigkeit am Ende des Zweiten Weltkrieges, interviewten, beschäftigt sich die bosnische Schülergruppe bei ihrem Gegenbesuch in Paderborn in dieser Woche mit ebenfalls zwei Ereignissen, die für die Menschen in Paderborn eine ähnliche Bedeutung hatten, die Ausstellung "Karl und Leo 799" sowie die Bombardierungen vor 60 Jahren am Ende des Zweiten Weltkrieges. Heinz Paus betonte die Wichtigkeit des Gedenkens an die Zeiten von Krieg und Zerstörung, die beide Städte haben erfahren müssen: „Die schrecklichen Ereignisse, die so viel Leid über die Menschen in Paderborn und in Sarajevo gebracht haben, müssen uns für immer im Gedächtnis bleiben, damit sie in Zukunft nie wieder möglich sind. Wie wichtig diese Erinnerungen sind, zeigt der Bürgerkrieg in Jugoslawien, der noch in jüngster Vergangenheit Tod und Zerstörung über Sarajevo gebracht hat.“