Gemeinsames Erinnern und Gedenken

Paderborns Bürgermeister Heinz Paus lädt ein

Anlässlich des diesjährigen Erinnerns an die verherrenden Luftangriffe auf Paderborn vor jetzt 60 Jahren am Ende des Zweiten Weltkrieges finden in diesen Tagen eine Reihe von Gedenkveranstaltungen statt. In einer Veranstaltung im Historischen Paderborner Rathaus stehen am Dienstag, 22. März, um 20 Uhr im Mittelpunkt des Gedenkens vor allem die Mitbürgerinnen und Mitbürger, die Opfer der schweren Luftangriffe auf Paderborn geworden sind. Es werden Berichte von Zeitzeugen durch Schauspieler verlesen und musikalisch begleitet. Außerdem wird Dr. Antje Telgenbüscher ein Gedenkbuch mit Fotografien und biografischen Daten von Verstorbenen der Öffentlichkeit vorstellen. Zu dieser Gedenkveranstaltung lädt Bürgermeister Heinz Paus alle Mitbürgerinnen und Mitbürger, insbesondere die Zeitzeugen der apokalyptischen Ereignisse, ein. Gemeinsam mit allen Bürgerinnen und Bürgern der Stadt soll auch am Ostersonntag, 27. März, der Tag an dem Paderborn 1945 den letzten schweren Bombenangriff erleben musste, bei einer Gedenkfeier mit Kranzniederlegung am Mahnmal Busdorfwall um 16.15 Uhr und einem anschließenden Ökumenischen Wortgottesdienst im Hohen Dom um 17 Uhr der zahlreichen Opfer gedacht werden. Nach dieser Gedenkfeier hält Jörg Friedrich um 18.15 Uhr im Auditorium Maximum der Theologischen Fakultät Paderborn in der Liboristraße 6 seinen Vortrag: "Vernichtungskrieg aus der Luft - Paderborn und das Los der deutschen Städtelandschaft in den letzten Kriegsmonaten". Daneben wird auch Harold Nash, ein ehemaliger Bombennavigator von seinen Erinnerungen sprechen. Bürgermeister Heinz Paus: "Wir müssen die Erinnerung an das schlimme Leid, das der Krieg über uns gebracht hat, wach halten. Die zahlreichen Opfer von Krieg mahnen uns, den Frieden zu halten, die Freiheit zu verteidigen und das kostbare Gut der Demokratie zu schützen." Er hoffe, dass möglichst viele Mitbürgerinnen und Mitbürger an den Gedenkveranstaltungen teilnehmen.