Popmusik macht Ritter Götz flott

Dienstag, 31. Mai, 19.30 Uhr in der PaderHalle

Goethes „Götz von Berlichingen“: viel gelesen, noch häufiger zitiert, aber selten gespielt. Das Deutsche Theater Göttingen bringt Goethes personenreiches Schauspiel am Dienstag, 31. Mai, um 19.30 Uhr in die PaderHalle. Bereits um 19 Uhr gibt es im oberen Foyer von der Dramaturgie des Deutschen Theaters eine Einführung zum Stück und zu der Inszenierung, die fernab von kostümiertem Ritterspiel liegt. „Nichts von dem Pathos, das manche Freilichtaufführungen des Götz schwer erträglich macht.“ schrieb die Presse nach der Premiere. In weniger als zwei Stunden ohne Pause und mit Popmusik aus dem altmodischen Plattenspieler vorn an der Rampe rast das Stück vorbei, in dem die Zeiten schlecht sind für Männer mit Moral. Ritter Götz beklagt den Verfall der guten Sitten: Das Kapital regiert, der Kaiser ist schwach, die Fürsten gieren nach Macht, aufrührerisch sind die Bauern. Gute Vorbilder sind rar, der Ehrliche hat Feinde genug. In die Enge getrieben macht Götz im Namen der Freiheit Karriere als Terrorist. Am Ende trägt der Ritter die ehrliche Haut, aber nicht seine Moral zu Grabe. Karten gibt es im Ticket-Center am Marienplatz Telefonnummer 05251/ 2 99 75-0.