Neubau oder Provisorium?
Wie soll die Stadtverwaltung in Zukunft aussehen? - Stadthaus-Zeitung
Es ist ein Dauerbrenner in der kommunalpolitischen Diskussion. Brauchen wir in Paderborn eine neue Stadtverwaltung oder erfüllen die bestehenden Gebäude auch in den nächsten Jahrzehnten durchaus die steigenden Anforderungen? Kommt eine Stadt mit einer Verwaltung aus, die Mitte der 50er Jahre auf dem früheren Areal des Abdinghofklosters errichtet wurde und damals für den Bereich der heutigen Kernstadt mit etwa 50.000 Einwohnern gedacht war? Bietet ein ehemaliges Produktionsgebäude der Firma Nixdorf an der Pontanusstraße tatsächlich ideale Bedingungen? Ist es für die Bürgerinnen und Bürgern als Technisches Rathaus eine zeitgemäße Anlaufstelle? Fragen über Fragen, die jetzt beantwortet werden sollen. Aktuell ausgelöst wurde die erneute Diskussion in Paderborn dadurch, dass das Land NRW die Stadt gedrängt hatte, das Areal im Bereich Florianstraße/Bahnhofstraße für den Bau eines Justizzentrums komplett zu erwerben. Nach dem überraschenden Bauverzicht des Landes stellt sich jetzt ganz konkret die Frage nach der Nutzung dieses Bereichs. Bürgermeister Heinz Paus hat die immer wieder aufflammenden Diskussionen um einen möglichen Verwaltungsneubau zum Thema gemacht. Nicht um vielen Diskussionen neue hinzuzufügen, sondern um mit Hilfe von Experten Vor- und Nachteile einer Neubaulösung bzw. einer Komplettsanierung der beiden vorhandenen Hauptverwaltungsgebäude aufzuzeigen. Der Rat hat sich in seiner Sitzung am 2. Juni erneut mit diesem Thema befasst und damit einen breiten öffentlichen Dialog mit der Bevölkerung eingeleitet. Mit dieser Information sollen alle Bürgerinnen und Bürger über den aktuellen Sachstand informiert werden. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, den ausführlichen Fachbericht beim Referat des Bürgermeisters unter der Telefonnummer 0 52 51 – 88 13 75 oder per Fax unter der Nummer 0 52 51 – 88 20 01 anzufordern. Selbstverständlich ist der Bericht auch im Internet unter www.paderborn.de abrufbar. Bis zum September können sich alle über den aktuellen Stand umfassend informieren.