Kosten im Vergleich

Nur Neubau sichert Qualität - Stadthaus-Zeitung

Die Gutachter der Price Waterhouse Coopers Deutsche Revisionsgesellschaft AG aus Düsseldorf und die VBD Beratungsgesellschaft für Behörden aus Berlin kommen in ihren umfangreichen Wirtschaftlichkeitsberechnungen zu folgenden Ergebnissen: - Ein Neubau der Stadtverwaltung würde insgesamt rund 33 Mio. EUR kosten, die Sanierung und Modernisierung der bisherigen Hauptstandorte (Am Abdinghof und Pontanusstraße) würde Kosten in Höhe von über 14 Mio. EUR verursachen, wobei in beiden Fällen die Erlöse für die Verkäufe der dann freiwerdenden Standorte die Gesamtinvestition verringern würden. Beim Neubau an der Florianstraße könnten die Standorte Abdinghof und Pontanusstraße veräußert werden. Nach vorsichtigen Schätzungen könnten dafür rund 5,7 Mio. EUR eingenommen werden. Im Falle der Sanierung und Modernisierung der bisherigen Hauptstandorte ließen sich durch die Veräußerung des Areals an der Florianstraße rund 6 Mio. EUR erzielen. Der Differenz bei den Investitionskosten stehen aber deutlich geringere Folgekosten bei einem Neubau gegenüber. Dazu gehören beispielsweise: - Einsparungen bei den Betriebskosten: bei einem Neubau könnten jährlich mehr als 200.000 EUR an Betriebskosten gegenüber dem heutigen Stand eingespart werden. Bei voraussichtlich steigenden Energiekosten in den nächsten Jahren ist damit zu rechnen, dass sich diese Summe in den nächsten Jahren weiter erhöht. - Einsparungen durch Zusammenlegung der verschiedenen Standorte: durch derzeit zwei Hauptstandorte (Am Abdinghof und Pontanus-straße) entsteht ein jährlicher Mehraufwand von 350.000 EUR, der unter anderem durch den notwendigen Pendeldienst zwischen den Standorten aber auch durch den Mehraufwand für zwei Hausmeisterteams und zwei Kantinen verursacht wird. Diese Kosten – sie entsprechen etwa sieben Personalstellen - entfallen bei einem Neubau. Auch ist damit zu rechnen, dass sich diese Summe aufgrund von Tarifsteigerungen in den kommenden Jahren erhöhen wird. - Auch nach einer umfangreichen Sanierung und Modernisierung der Gebäude an den beiden Hauptstandorten werden diese nicht dem qualitativen Standard moderner Bürogebäude entsprechen können. Die jährlichen Betriebskosten würden rund 67.000 EUR (Stand 2003) über den Betriebskosten eines Neubaus liegen. Dies liegt insbesondere an der unübersichtlichen und verwinkelten Gebäudestruktur beider Hauptstandorte sowie an zu großen Flächen am Standort Pontanusstraße, die zumindest teilweise kaum genutzt werden können aber trotzdem zu bewirtschaften sind. Im Ergebnis würde die Finanzierung eines Neubaus den städtischen Haushalt nach den Berechnungen der Gutachter bei einer Nutzungsdauer von 50 Jahren und einem Zinssatz von 4,5 % um zusätzlich rund 326.000 EUR pro Jahr belasten, was dem Gegenwert von rund 6,5 Stellen entspricht. Legt man den derzeit für Kommunalkredite marktüblichen Zinssatz von unter 4,0 % zugrunde, ergäbe sich eine jährliche Mehrbelastung von weniger als 200.000 EUR (Gegenwert von rund 4 Stellen). Ein Neubau bietet zudem Chancen für zusätzliche Rationalisierungen, die bei zwei getrennten Standorten so nicht möglich sind. Die Verwaltung sieht sich in der Lage, eine solche jährliche Mehrbelastung eines Neubaus dauerhaft zu erwirtschaften.