Paderborner parken mit Handy

Mehr als 500 sind bereits dabei

Die Parkgebühr über das Handy bezahlen wollen in Paderborn immer mehr Autofahrer. 550 Anmeldungen gibt es bereits und jeden Tag kommen neue hinzu. Erst im Juni hatten Werbegemeinschaft Paderborn, Siemens Business Services (SBS) und der für die Parkraumbewirtschaftung zuständige ASP diesen Service angeboten. Mit dem Handy-Parken ist Paderborn deutschlandweit führend. Auf allen kostenpflichtigen Parkplätzen im gesamten Stadtgebiet ist es möglich. Neben Berlin und Saarbrücken gehört Paderborn bundesweit zu den einzigen Städten, in denen heute schon dieses Bezahlsystem genutzt werden kann. "Wir sind stolz darauf, dass das System nach einem relativ kurzen Vorlauf so problemlos gestartet ist“, so ASP-Werkleiter Reinhard Nolte. "Die positiven Reaktionen von Nutzern und dem Handel bestätigen, dass wir hier den richtigen Schritt gewagt haben." Handy-Parken ist kinderleicht. Nach der Registrierung über das Internet oder eine der vier städtischen Anmeldestellen erhält der Nutzer für jedes teilnehmende Auto eine Vignette für die Windschutzscheibe. Kommt er auf einen bewirtschafteten Parkplatz, muss er die auf den Parkschildern stehende Handynummer wählen, um sich anzumelden. Fährt er wieder weg, muss er sich unter einer einheitlichen Nummer wieder abmelden. Vor Überschreiten der Höchstparkdauer bekommt er eine SMS mit einem entsprechenden Hinweis. Gezahlt wird genau die Zeit zwischen dem kostenlosen An- und Abmelden per Handy im System. Passendes Kleingeld oder eine aufgeladene Geldkarte sind somit nicht nötig. Niemand muss mehr zum Parkplatz hetzen, weil die Zeit abläuft oder draufzahlen, weil am Automaten zuviel gebuchte Parkzeit nicht genutzt wird. Die Parkgebühr wird im Drei-Minuten-Takt abgerechnet. Sie wird dann von der Firma m-parking, einer Tochter von Siemens Business Services (SBS) eingezogen. Die Grundgebühr für die Teilnahme an diesem System liegt bei 50 Cent pro Monat sowie 5 Cent pro Parkvorgang, die zusätzlich zu den Parkgebühren fällig werden. Diese Gebühren fallen in Paderborn jedoch erst ab dem vierten Monat nach Anmeldung an. Die Arbeitsgruppe "WirtschaftsStandort" im Rahmen der Imagekampagne "Paderborn überzeugt" hatte parallel zu den Überlegungen des für die Parkraumbewirtschaftung zuständigen ASP das Handy-Parken angeregt. "Damit überzeugt Paderborn einmal mehr als IT-Standort", sieht Bürgermeister Heinz Paus darin auch für das Image der Stadt einen großen Gewinn. Eine Projektgruppe mit Vertretern des Einzelhandelsverbandes, der Werbegemeinschaft, der Firma Siemens Business Services (SBS), der GKD sowie verschiedener städtischer Ämter hat dann unter Federführung des ASP die Sache weiter vorangetrieben. In nur einem halben Jahr konnten wichtige Weichen gestellt und das Projekt praxistauglich gemacht werden. Nach Abwägung verschiedener Systeme hat sich die Stadt für das System "m-parking" entschieden, einer Tochterfirma von SBS. Weitere Informationen zum Thema erhält man im Internet unter der Adresse "www.paderborn.de" oder übers das Service-Center des ASP Tel. Nr. 052 51 / 881710.