In Paderborn hat Familie Zukunft

Bündnis will familienfreundliches Klima weiter fördern

In Paderborn hat Familie Zukunft. Hier wird nicht nur über Familien diskutiert, sondern vielmehr für Familien gehandelt. Ein Beleg dafür ist die Gründung des Paderborner Bündnisses für Familie, das im Heinz Nixdorf MuseumsForum stattfand. Dazu konnte Bürgermeister Heinz Paus den Staatsekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Peter Ruhenstroth-Bauer, Dr. Gerd Landsberg, geschäftsführendes Präsidialmitglied des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB), sowie zahlreiche Bündnisakteure und Bündnisinteressierte begrüßen. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, wie die Lebensbedingungen für Familien in Paderborn weiter verbessert werden können. Staatssekretär Peter Ruhenstroth-Bauer verwies auf die Relevanz familienfreundlicher Strukturen gerade für die wirtschaftliche Entwicklung von Städten und Gemeinden und begrüßte die Gründung des Paderborner Bündnisses für Familie. Dabei machte er deutlich, dass Familienpolitik eine gemeinsame Aufgabe aller gesellschaftlichen Gruppen darstellt: „Wir brauchen eine Familienpolitik, die die modernen Lebensentwürfe der Menschen aufgreift, die Elternschaft zur attraktiven Wahl macht und Berufstätigkeit als Lebensperspektive unterstützt. Dies geht nur gemeinsam. Gerade hier setzen die Lokalen Bündnisse für Familie an, die alle gesellschaftlichen Kräfte bündeln und dazu beitragen, ein familienfreundliches Klima in Deutschland zu schaffen.“ Welche Überlegungen in Paderborn für die Gründung des Lokalen Bündnisses für Familie ausschlaggebend waren, erläuterte Bürgermeister Heinz Paus, der auch die Schirmherrschaft für das neu gegründete Bündnis übernommen hat: „Hier in Paderborn registrieren wir seit über dreißig Jahren steigende Bevölkerungszahlen. Zudem macht die Altersgruppe von 0 bis 44 Jahren über 60 Prozent der Gesamtbevölkerung aus, womit wir im landesweiten Vergleich eine sehr junge Bevölkerung haben. Dennoch wird der demografische Wandel auch nicht an unserer Stadt vorbeigehen, so dass wir schon jetzt daran denken müssen, wie wir vor allem junge Familien mit Kindern an Paderborn binden und für ein familienfreundliches Klima sorgen.“ Eine Idee, die bundesweit mittlerweile in 228 Städten und Gemeinden umgesetzt wurde und von zahlreichen Kooperationspartnern wie dem Deutschen Städte- und Gemeindebund unterstützt wird. „In den letzten Jahren gerät zunehmend in den Blick, dass die Lage der Familien ganz wesentlich davon abhängt, inwieweit Belange der Familien in ihrem direkten Lebensumfeld berücksichtigt werden. Städte und Gemeinden müssen ihre Verantwortung für Kinder- und Familienförderung nicht zuletzt als kommunalen Standortfaktor begreifen und sich zu lebenswerten Orten für Familien entwickeln. Hierfür bestehen zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten“, erklärte Gerd Landsberg. Ein Beispiel, das im Rahmen eines Pilotprojekts gemeinsam mit dem DStGB und der Firma Microsoft in Paderborn durchgeführt wird, ist der Aufbau einer Internetplattform zur Kinderbetreuung. Weitere Vorschläge zur Steigerung der Familienfreundlichkeit wurden im Anschluss an die feierliche Unterzeichnung der Bündniserklärung in sechs Arbeitsgruppen erarbeitet. Dabei widmeten sich die Bündnisakteure den Handlungsfeldern Erziehung, Bildung und Betreuung, Kultur und Freizeit, Wohnen, Bauen und Verkehr, Umwelt und Gesundheit, Wirtschaft und Arbeit sowie Sport und Erholung. Im nächsten Schritt sollen die Vorschläge nun weiter ausgebaut und anschließend umgesetzt werden. Weitere Informationen zum Paderborner Bündnis für Familie erteilt Oliver Boraucke unter der Rufnummer 05251 / 881608. Ausführliche Informationen zur Initiative Lokale Bündnisse für Familie finden Sie unter: http://www.lokale-buendnisse-fuer-familie.de.