Flyer weder falsch noch unwahr
Stadt zum Thema Rolandsbad
Der von der Stadt herausgegebene Flyer zum Bürgerentscheid Rolandsbad enthält weder falsche noch unwahre Aussagen. Das stellt die Stadt in einer Erklärung angesichts anders lautender Behauptungen eines Paderborner Bürgers in einem öffentlichen Brief fest. Diese Information, die in der nächsten Woche an alle Abstimmungsberechtigten per Post verschickt wird, zeigt sowohl die Meinung der Befürworter des Bürgerentscheids als auch die Position des Rates und der Fraktionen. Wer hier davon spricht, dass in wesentlichen Punkten unwahre Informationen zu einer falschen Meinungsbildung beitragen, verkennt nicht nur völlig die gegebenen Tatsachen, sondern möchte fernab der eigentlich zur Abstimmung stehenden Frage Stimmung machen. Zu den Fakten: "Der Zuschussbedarf ist doppelt so hoch wie der Bundesdurchschnitt", heißt es in dem Info-Flyer der Stadt. Diese Aussage, die jetzt öffentlich bezweifelt wird, stützt sich auf einen überörtlichen Betriebsvergleich des Bundesfachverbandes öffentliche Bäder aus dem Jahre 2002 mit mehr als 40 Freibädern. Danach schloss das Rolandsbad das Betriebsergebnis mit einem Verlust von 481.048 Euro ab, der Bundesdurchschnitt lag hingegen mit einem Defizit von 245.318 Euro etwa bei der Hälfte. Bezweifelt wird jetzt auch der im Flyer angeführte Fakt, dass eine Sanierung der heutigen Anlage deutlich teurer ist als der Neubau. Der Rat hatte am 21. November 2003 entschieden, 6,2 Millionen Euro für die Neugestaltung des Bades zur Verfügung zu stellen. Im September 2004 hat der Rat beschlossen, dass eine Arbeitsgruppe mit Vertretern aus Verwaltung, Politik, Stadtsportverband, der Initiative "Rettet das Rolandsbad" sowie der Anlieger die Sanierung des Bades im jetzigen Bestand prüft. Dabei wurde festgestellt, dass eine Sanierung etwa 6,3 Millionen Euro kosten wird, wobei die aufwendigen Lärmschutzmaßnahmen noch nicht berücksichtigt worden waren. Die Arbeitsgruppe Rolandsbad hat deshalb in der Sitzung am 11. Februar 2005 einen Neubau des Bades einstimmig empfohlen.