Bürgermeister begrüßt Detmolder Entscheidung
Feinstaub-Problematik in Paderborn
Bürgermeister Heinz Paus begrüßt die Entscheidung der Bezirksregierung in Detmold, die Aktionspläne in der Feinstaub-Problematik vorerst auszusetzen. Das Landesumweltamt hatte im Juli in Bielefeld Feinstaub gemessen. Dabei stellte sich heraus, dass die Ergebnisse dort wesentlich geringer sind als die zunächst vorgelegten Berechnungen, die die alte Landesregierung in Auftrag gegeben hatte. Nach Aussagen der Bezirksregierung sind diese Werte auch auf die Friedrichstraße in Paderborn übertragbar, da beide Berechnungen in wesentlichen Punkten von identischen Annahmen ausgehen und ein identischer Modus angewendet wurde. Trotz dieser Entwarnung wird ab Januar auf der Friedrichstraße in Paderborn ein Messcontainer des Landesumweltamtes aufgestellt. Ein Jahr lang wird dann dort die Feinstaubbelastung gemessen. Mit den Messungen der Luftqualität an Friedrichstraße wird eine Forderung erfüllt, die Bürgermeister Heinz Paus im Mai dieses Jahres gegenüber der damaligen Landesumweltministerin Bärbel Höhn formuliert hatte. Ohne konkrete Messungen, lediglich über eine Computerberechnung, ein sogenanntes Screening, hatte das Land 2002 die Luftschadstoffsituation nach aktuellen EU-Richtlinien bestimmt. Auf der Basis der damals rechnerisch ermittelten Werte hatte das Landesumweltministerium die Stadt direkt vor der Landtagswahl im Mai vergangenen Jahres aufgefordert, einen Aktionsplan aufzustellen. Paus macht noch einmal deutlich, dass die Schnellschüsse der alten Landesregierung nicht zur Vertrauensbildung beigetragen haben und sich jetzt herausstellt, dass damals kein akuter Handlungsbedarf vorlag. „Wenn es in Paderborn ein Feinstaub-Problem gibt, werden wir natürlich handeln. Die jetzt geplanten Messungen an der Friedrichstraße sind der richtige Weg, um eine Entscheidungsgrundlage zu haben", so der Bürgermeister.