Gutes Grün - guter Platz

Bronze für Quinhagen-Gärtner beim Landeswettbewerb

Dass die 16 Kleingärten der Anlage "Im Quinhagen" in Schloß Neuhaus in diesen Tagen in besonders hellem Lichte glänzen, liegt nicht allein an der Herbstsonne. Erst jüngst konnten die Mitglieder beim 5. Landeswettbewerb für Kleingartenanlagen in NRW einen hervorragenden dritten Platz belegen. Eckhard Uhlenberg, Ministers für Umwelt und Naturschutz des Landes NRW, überreichte die Ehrung im Rahmen der Landesgartenschau in Leverkusen. Wie wertvoll diese Auszeichnung ist, zeigt die Tatsache, dass immerhin 26 Vereine aus 19 NRW-Städten teilgenommen hatten. "Dank des besonderen ehrenamtlichen Engagements seiner Mitglieder hat der Kleingärtnerverein 'Im Quinhagen' seine soziale und ökologische Kompetenz für das Allgemeinwohl aller Bürgerinnen und Bürger eindrucksvoll demonstriert", bescheinigte die Bewertungskommission den Neuhäuser Kleingärtnern bei der Ehrung. Mit Unterstützung der Stadt Paderborn und des Bezirksverbandes Paderborn hatten sich die Kleingärtner seit Anfang des Jahres auf diesen Wettbewerb vorbereitet. Unter Leitung ihrer Vorsitzenden Brigitte Hake und des Fachberaters Karl-Heinz Biermeier wurden zahlreiche Aktivitäten geplant und durchgeführt. Alle 16 Kleingartenparzellen und die Außenanlage präsentierten sich im besten Pflegezustand. Jedoch kam es bei diesem Wettbewerb nicht nur auf schöne Blumenfelder, ökologisch angebautes Gemüse und Obst sowie gepflegte Wege an. Besonders wichtige Bewertungspunkte waren zusätzlich auch die städtebauliche Konzeption und funktionale Einordnung der Anlage (Landschaftsplan, Grünordnungsplan, Erreichbarkeit). In die Bewertung ein gingen außerdem die soziale Konzeption (Attraktivität Ruheplätze, integrative Maßnahmen, ehrenamtliches Engagement, Vielfalt der Generationen und Nationen, Spielmöglichkeit für Kinder, familiengerechtes Vereinsleben) sowie ökologische Gesichtspunkte (Gestaltung, Pflege, Boden- u. Grundwasserschutz, Lebensräume für Flora und Fauna, Förderung von Gartennützlingen wie z.B. Wildbienen, Erdkröten, Igel usw.). In den einzelnen Gärten wurden der Pflegezustand, Größe, Aufteilung, kleingärtnerische Nutzung, umweltverträgliche Baustoffe und Besonderheiten, wie Trockenmauern, Kräuterspirale, Hochbeete beurteilt. Außerdem zählten auch so genannte besondere Leistungen, wie die Fachberatung (Durchführung von Lehrgängen), Traditionspflege und Erhaltung der angrenzenden Landschaft.