Offener, rationaler Entscheidungsprozess

Linienführung der Busse in der Innenstadt

"Wir befinden uns in einen offenen, rationalen Entscheidungsprozess." Mit diesen Worten beschrieb Bürgermeister Heinz Paus die derzeitige Situation zum Thema Busse in der Fußgängerzone. Nachdem das Thema in Paderborn Jahr für Jahr immer wieder emotional diskutiert werde, sei er sehr froh, dass der Rat im Juli 2002 den Weg frei gemacht habe, um mit einer Machbarkeitsstudie eine verlässliche Entscheidungsgrundlage für die Zukunft zu erarbeiten. Die daraufhin eingerichtete Arbeitsgruppe, der Vertreter der Politik und der Verwaltung sowie ein Verkehrsplaner angehören, erarbeite derzeit belastbare Alternativen. Erst wenn diese mit allen Vor- und Nachteilen sowie den Kosten auf dem Tisch liegen, könne der Rat entscheiden. Paus hofft, dass diese in vier bis sechs Wochen vorliegen, so dass sich der Rat in absehbarer Zeit damit befassen könnte. Der Bürgermeister legte in einem Pressegespräch noch einmal dar, wie der Auftrag des Rates in dieser Hinsicht lautet: · Auftragsgegenstand der Machbarkeitsstudie ist ein optimales Miteinander von Bus-, Schienen- und Individualverkehr im Bereich zwischen Kasseler Tor und Westerntor bzw. südlicher Stadtmauer und der Bahnlinie · Mit zu untersuchen sind ggf. auch die Auswirkungen auf den Individualverkehr auf dem gesamten innerstädtischen Ring und den angrenzenden Hauptverkehrsstraßen (Bahnhofstraße und Borchener Straße) · Bei der danach zu erwartenden Neuordnung des Bereiches ist eine hohe städtebauliche Qualität anzustreben (das gilt sowohl für die Anlage der Verkehrsflächen, die Gestaltung baulicher Anlagen und die Optimierung des Grüngürtels und der hier vorhandenen Baudenkmäler). · Es ist sicherzustellen, dass die Eignung des Bereiches als Liborifestplatz unangetastet bleibt. · Es ist aufzuzeigen, wie eine Kompensation für die ggf. wegfallenden Parkplätze geschaffen werden kann, und zwar im unmittelbaren Einzugsbereich der Innenstadt. · Zu betrachten ist, ob sich ggf. Verkehrsverlagerungen zu Lasten angrenzender Stadtteile ergeben könnten. · Es ist zu überlegen, ob das massive städtebauliche Problem mitgelöst werden kann, dass hier eine stark befahrene Bahnstrecke die Innenstadt zerschneidet und massive Lärmbeeinträchtigungen für die Anlieger in einem großen Umfang mit sich bringt. · Die finanziellen Konsequenzen der zu erarbeitenden Entscheidungsalternative(n) sind darzustellen. · Eine Realisierungsmöglichkeit in Bauabschnitten ist aufzuzeigen