1500 Stunden über Paderborn
Tonbandzeitung der Stadt vor dem Jubiläum
Eine Zeitung, die sich hören lassen kann, und das nun schon seit fast 1500 Stunden, ist die Paderborner Tonbandzeitung für Blinde. Bisher sind von der wöchentlich erscheinenden 90minütigen Kassettenzeitung fast 1000 Ausgaben produziert worden. "Wir geben seit Juni 1986 diese besondere Zeitung für Blinde und ältere Bürgerinnen und Bürger heraus und das Interesse dafür ist bisher ungebrochen", weiß Jens Reinhardt, Pressesprecher der Stadt Paderborn, zu berichten. Fast 40 Hörerinnen und Hörer warten mittwochs bereits immer wieder auf die neue Ausgabe der Tonbandzeitung. Jeweils montags ab 14 Uhr wird in der Stadtverwaltung diese Ausgabe mit Unterstützung von fast 40 ehrenamtlichen Sprecherinnen und Sprecher produziert. "Ohne den Einsatz unserer Ehrenamtlichen wäre die Tonbandzeitung nicht machbar. Deshalb möchte ich mich bei all denen, die uns Woche für Woche unterstützen, auf diesem Weg ganz herzlich bedanken", so Jens Reinhardt. Eine ganze Reihe der Sprecherinnen und Sprecher sind bereits seit der ersten Ausgabe im Juni 1986 dabei. Gesucht werden auch immer wieder neue Interessenten. "Eine besondere Sprechausbildung ist nicht erforderlich, bei uns ist jeder willkommen, der mit Freude etwas für unsere Hörerinnen und Hörer tun möchte", so Reinhardt. Wer mitmachen möchte, kann sich unter der Rufnummer 05251/88-1263 melden. Immer willkommen sind natürlich auch neue Abonnenten, die für pro Monat die Tonbandzeitung beziehen können. Die Macher der Tonbandzeitung verzeichnen in der letzten Zeit hierbei einen besonderen Trend. Immer mehr ältere Menschen bestellen die Tonbandzeitung, denen das tägliche Zeitungsstudium zu anstrengend ist und die keine Verwandten haben, die ihnen aus der Tageszeitung vorlesen können. Auf die Kassetten aufgesprochen werden vor allem eigene Beiträge der Stadt Paderborn, aber auch Berichte aus Tageszeitungen, Büchern und anderen Publikationen. Gern gehört werden auch Informationen aus der "Brücke", der Zeitung für Ältere, und aus der Heimatzeitschrift "Die Warte". Zu besonderen Anlässen - Weihnachten, Libori – produzieren die zwölf Teams mit je drei Personen auch Sonderausgaben. "Wir versuchen stets, auch auf die Hörerwünsche einzugehen und stellen unser Programm auch auf die Bedürfnisse der Blinden sowie der älteren Menschen ein", so Jens Reinhardt, der seit 1990 für die Tonbandzeitung verantwortlich ist und seit einiger Zeit Verstärkung durch Matthias Amediek und den Auszubildenden Sebastian Harkötter vom Amt für Öffentlichkeitsarbeit und Stadtmarketing erhält.