Wunder der Natur
Ausstellung "Im Bilderbogen" zeigt Einblicke in die Kunst russischer Aussiedler
"Wunder der Natur" hat Jakob Wedel eine seiner Skulpturen genannt. Sie ist neben weiteren Arbeiten des Bildhauers noch bis zum 5. Oktober in der Ausstellung "Im Bilderbogen" in der Paderborner Stadtverwaltung montags bis mittwochs von 8 bis 16 Uhr, donnerstags von 8 bis 18 Uhr und freitags von 8 bis12 Uhr zu sehen. "Wunder der Natur" könnte auch das Motto der Ausstellung insgesamt sein, zu der auch Werke des Malers Heinrich Heidebrechts sein. Aus den Arbeiten der beiden zeitgenössischen deutschen Künstler aus Russland spricht die Liebe zur Natur, zur Heimat und zu den Menschen, die sich gerade bei Jakob Wedels Holzskulpturen immer wieder in großer handwerklicher Meisterschaft wieder finden. Bürgermeister Heinz Paus hat diese Kunstausstellung, die Teil des Ausstellungsprojektes „Auf Augenhöhe. Deutsche aus Russland zwischen Hoffnung und Vorurteil“ ist, jetzt in Gegenwart des stellvertretenden Bürgermeisters Joseph Vögele eröffnet. Heinrich Heidebrecht, der 1958 in Nowosibirsk geboren wurde, besticht bei seinen Zeichnungen und Aquarellen durch einen kraftvollen Strich. Der Architekt verknüpft in seinen künstlerischen Werken, die in der Hauptsache Ansichten von Städten umfassen, auf eindrucksvolle Weise subjektives Erleben mit objektiver Realität. Jakob Wedel wurde in Bergthal, Kirgisien, 1931 geboren. Nach vielen Schwierigkeiten und persönlichen Verfolgungen der Familie durch die Stalin-Tyrannei hindurch erreichte er als 32jähriger die Möglichkeit, die Bildhauerkunst in Frunse zu studieren. Seine Meisterschaft hatte er dem kirgisischen und deutschen Volk gewidmet und ist dadurch in Russland, Kirgisien auch international beliebt und bekannt geworden. Seit 1988 ist er in Deutschland und hatte mit seinen neuen Werken schon ein breites Publikum auf seine Kunst aufmerksam gemacht. Er lebt in Schieder/Lippe und arbeitet in seinem Atelier in Schwalenberg.