Graphiken
Im Adam-und-Eva-Haus
Graphiken von Olga-Maria Klassen sind seit Sonntag im Museum für Stadtgeschichte im Adam-und-Eva-Haus an der Hathumarstraße zu sehen. Im Rahmen des Projektes "Auf Augenhöhe - Deutsche aus Russland zwischen Hoffnung und Vorurteil" findet diese Exposition statt. Die im russischen Solikamsk geborene Künstlerin hat an der Pädagogischen Hochschule in Nishnij Tagil und an der Kunstakademie in St.-Petersburg studiert. Ihre Diplomarbeit „Russische Provinz“ in der Technik Linolschnitt unter der Leitung von E. Bortnikov wurde mit „ausgezeichnet“ bewertet. Sie nahm regelmäßig an den Stadt-, Gebiets- und regionalen Ausstellungen der Russischen Föderation sowie internationaler Ausstellungen teil. Einzelausstellungen hatte sie bisher in Moskau, Ekaterinburg, Solikamsk, Erfurt und Lüdinghausen. Sie ist Mitglied der Union der Künstler Russlands und der Internationalen Assoziation der darstellenden Kunst der UNESCO. Seit ihrer Kindheit zieht es Olga-Maria Klassen zur Graphik. Während langer Winter im Ural bereitete ihr das Zeichnen mit Tusche und Feder großes Vergnügen. Im Sommer liebte sie es, am Flussufer zu sitzen und Skizzen von Booten, von Dorfstraßen, von Häusern und von allem, was ihr Auge erfreute, zu zeichnen. Beim Studium probierte sie die Linolschnitt-Technik aus, die sie sehr begeisterte. Später entwickelte sie ihre Fähigkeiten bei der Druckgrafik weiter. Es entstanden mehrere Serien vom Münsterland und Seguret. Anschließend begann die Experimentierphase auf Zinkplatten. Nie beim Erreichten stehen zu bleiben, sondern sich künstlerisch immer weiter zu entwickeln, ist das Credo von Olga-Maria Klassen, dem sie bisher eindrucksvoll treu geblieben ist.